Posts by Jäger

    Zu der Fragestellung zitiere ich einen Absatz aus einem Artikel über den Militärischen Abschirmdienst „Die Geheimen im Dienste der Bundeswehr“ von Dieter Klocke, erschienen in Europäische Sicherheit und Technik, Mai 2012:
    ……Ein Schwerpunkt der operativen Tätigkeit des MAD ist seit Jahren die Extremismus- und Terrorismusabwehr. In der Extremismusabwehr kann man generell feststellen, dass Linksextremisten nur im Ausnahmefall den Dienst in der Bundeswehr anstreben. Zu groß ist die Abneigung gegen dieses „imperialistische Unterdrückungsinstrument der herrschenden kapitalistischen Klasse“.
    Rechtsextremisten haben häufig eine Affinität zur Bundeswehr: Ordnung, Disziplin, Erlernen des Waffenhandwerks, Schutz von Volk und Heimat sind zentrale Begriffe und Ziele der gängigen rechten Ideologien…..
    (Zitat Ende)


    Seit 1990 gibt es das MAD-Gesetz, zuletzt geändert im Jahr 2011.
    Der § 2 regelt die Befugnisse des MAD gegen Personen, die nicht dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung angehören oder in ihm tätig sind.
    Der § 3 regelt die Zusammenarbeit der Verfassungsschutzbehörden.
    Gruß
    Jäger

    Hallo,


    ich möchte noch einmal auf die Militärischen Bereiche und Militärischen Sicherheitsbereiche eingehen. In so manchen Foren, die im Netz zu finden sind, wird hierzu sehr viel Quatsch geschrieben, da gibt es auch so Aussagen wie, Militärische Sicherheitsbereiche, Standortübungsplätze und Truppenübungsplätze müssen immer mit einem Sicherheitszaun versehen werden, ist das nicht der Fall, kannst du dich auf dem Gelände frei bewegen und tun und lassen, was du willst. Ich denke, dieser Schreiberling war noch nie auf einem Standortübungsplatz oder Truppenübungsplatz.


    Die (Militärischen) Schutzbereiche dürften eigentlich jetzt klar sein. Hervorzuheben ist hier, dass bei Zuwiderhandlungen gleich eine Summe von 5.000,00 Euro zu zahlen ist. Da müssen noch nicht einmal die Straftatbestände Landesverrat, Offenbaren von Staatsgeheimnissen, Landesverräterische Ausspähung: Auskundschaften von Staatsgeheimnissen, Preisgabe von Staatsgeheimnissen, Verrat illegaler Geheimnisse usw. erfüllt sein.


    Wir sollten uns merken, ein (Militärischer) Schutzbereich und ein Militärischer Sicherheitsbereich sind 2 verschiedene Paar Schuhe, kommt der Militärische Bereich noch dazu, sind es eigentlich 3 Paar Schuhe.


    Ein Militärischer Sicherheitsbereich ist in der Regel mit einem Sicherheitszaun umfriedet, Ausnahmen sind hier die Standortübungsplätze, Truppenübungsplätze und sonstige vorübergehende gesperrte Örtlichkeiten (UZwGBw). Hier sind in bestimmten Abständen, sowie an den Zufahrtsstraßen Schilder aufzustellen „Militärischer Sicherheitsbereich – Unbefugtes Betreten verboten – Vorsicht Schusswaffengebrauch“ .


    Zu den Tatbestandsmerkmalen des Hausfriedensbruchs gehört auch das „befriedete Besitztum“. Umstritten in der Rechtswissenschaft ist, was unter befriedetes Besitztum zu verstehen ist. Muss es ein Sicherheitszaun sein, oder eine dicke Mauer, oder ein niedriger Jägerzaun, oder reichen wie bei den Standortübungsplätzen und Truppenübungsplätzen die Hinweisschilder, die z. B. alle 50 Meter aufgestellt sind, aus. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Einzelfallurteilen. Mir ist z. B. von einem Standortübungsplatz, wo auch in bestimmten Abständen nur diese Hinweisschilder „Militärischer Sicherheitsbereich“ aufgestellt sind, das Endringen als Hausfriedensbruch verfolgt wird. Andere Fälle werden nach § 114 OWiG (Betreten militärischer Anlagen) verfolgt.


    Zuständige Stellen, z. B. Kasernenkommandant, können für einen Militärischen Sicherheitsbereich noch ein Fotografier- und Filmverbot erlassen.


    Militärische Bereiche, also keine Militärischen Sicherheitsbereiche, hier ist eine Kennzeichnung, also das Aufstellen von Hinweisschildern, nicht zwingend erforderlich. Das kann eine Straße zu einer militärischen Liegenschaft oder der Parkplatz davor sein, aber auch die Wald- oder Grünfläche vor dieser Liegenschaft. Dieses kann man vergleichen mit der grünen Wiese vor dem eigenen Haus, wenn diese Wiese zum Hauseigentum gehört. Sollten sich auf dieser Wiese Camper niederlassen, so kann der Eigentümer oder der Besitzdiener diese Camper auffordern, die Wiese zu verlassen. Er muss auch nicht einen Auszug aus dem Grundbuch vorzeigen, nach dem die Wiese (das Grundstück) als sein Eigentum ausgewiesen ist.
    Genauso verhält es sich bei den Militärischen Bereichen, zuständige Personen (z. B. militärisches oder ziviles Wachpersonal als Besitzdiener nach dem BGB) können hier unbefugte Personen zum Verlassen dieser Bereiche auffordern.
    Zuständige Personen, z. B. der Kasernenkommandant, können aber auch ein Zutrittsverbot für Militärische Bereiche erlassen, ohne diesen zum Militärischen Sicherheitsbereich zu erklären. Wird ein Zutrittsverbot erlassen, müssen aber Hinweisschilder aufgestellt werden: „Militärischer Bereich – Unbefugtes Betreten verboten – Zuwiderhandlungen werden verfolg“. Auch hier kommt der § 114 OWiG zum Tragen.
    Es stehen hier (bei den Militärischen Bereichen), genau wie bei dem o. aufgeführten Hauseigentümer, die Rechte aus dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) zu. Das Militär kann sich also der „verbotenen Eigenmacht“ erwehren. Dies kann auch im Rahmen der Verhältnismäßigkeit mit Gewaltanwendungen erfolgen.


    Ich kenne jetzt die Örtlichkeiten in Egelsbach/Langen nicht, es kann aber sein, dass die Straße oder der Waldweg außerhalb des Zaunes auch noch ein Militärischer Bereich ist, der, wie oben aufgeführt, nicht extra ausgewiesen sein muss. Wenn das zutreffen sollte, hat hier das Sicherheitspersonal als Besitzdiener das Recht, Personen von dieser Straße bzw. Waldweg zu verweisen.
    Eine Anfrage beim Katasteramt könnte dieses klären.


    Zum Begriff „Sperrbereich“ (Militärischer Sperrbereich), der in der Bundeswehr keine Verwendung findet, ist nach meiner Auffassung der Begriff „Militärischer Sicherheitsbereich“ gleichzusetzten. Andere Meinungen gehen sogar noch weiter und vergleichen es mit „Sperrzone“, den die Bundeswehr wieder kennt. Militärische Sperrzonen sind ständig oder vorübergehend gesperrte Anlagen, Gebäude oder Räume innerhalb eines Militärischen Sicherheitsbereiches, die einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis unterliegen.


    In einem Wald darf grundsätzlich nicht mit einem Kfz gefahren oder geparkt werden. Siehe hierzu: Art. 23 Abs. 1 Gesetz über den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur-Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG. Es darf hier nur mit Fahrzeugen ohne Motorkraft oder mit Krankenwagen gefahren werden. Gem. § 52 Abs. 4 Nr. 2 BayNatSchG ist das auch verboten.
    Ein Verstoß kann als Ordnungswidrigkeit (OWi) geahndet werden.
    Es bedarf keiner Regelung durch Verkehrszeichen. Sind bei Wald- und Forstwegen entsprechende Verkehrszeichen aufgestellt (z. B. Zeichen 250 StVO) und werden diese missachtet, natürlich auch eine OWi.
    Ich denke, dass es in Hessen auch ähnliche Naturschutzgesetze gibt.


    Zur Personenermittlung: Hier kann es sein, wenn die Security das Kennzeichen weiter meldet, ggf. eine Befragung durch deutsche Stellen erfolgt. Und wer so öfters auffällt, da kann es sein, dass entsprechende Stellen sagen, den wollen wir mal genauer unter die Lupe nehmen.

    Hallo,


    hier eine kurze Erläuterung zu den Begriffen Schutzbereich, Militärischer Bereich und Militärischer Sicherheitsbereich:


    Schutzbereich (bei militärischen Anlagen steht in der Regel „Militärischer Schutzbereich“, bei „zivilen“ in der Regel nur „Schutzbereich“ – z. B. beim Bundesnachrichtendienst in Pullach).
    Ein (Militärischer) Schutzbereich außerhalb einer (militärischen) Liegenschaft (z. B. Kaserne) ist ein Gebiet/eine Fläche, das/die zum Schutz und zur Erhaltung der Wirksamkeit einer Verteidigungsanlage dient und besonderen Auflagen unterliegt. Die Erklärung eines Gebietes zum Schutzbereich erfolgt durch Anordnung des BMVg. Zustände Verwaltung ist die Wehrbereichsverwaltung als Schutzbereichsbehörde (ist auch zuständig für die „zivilen“ Schutzbereiche).
    Anmerkung: Der Begriff Verteidigungsanlage ist eher irreführend. Man denkt bei dem Wort Verteidigungsanlage eher an eine „Kampfstellung“, z. B. eine Flugabwehrraketenstellung. Aber auch Fernmeldeeinrichtungen und normale Bürogebäude können eine Verteidigungsanlage sein.
    Ein (militärischer) Schutzbereich kann also auch eine freie Fläche sein, die nicht umfriedet (Sicherheitszaun), frei begeh- und befahrbar ist, wenn keine anderen Anordnungen vorhanden sind, z. B. Straße mit Verkehrszeichen 250 der StVO „Verbot für Fahrzeuge aller Art“, oder Hinweisschild „Privatgelände – Betreten verboten“ bei einer Wiese, die in Privatbesitz ist, oder das Hinweisschild „Grenze des Standortübungsplatz, Militärischer Sicherheitsbereich –Betreten verboten“.
    Oft stehen die Schilder „(Militärischer) Schutzbereich schon einige hundert Meter vor dem eigentlichen Objekt und generell gilt schon ab diesem Schild das Fotografier- und Filmverbot, das Verbot von Zeichnungen oder Anfertigungen von Skizzen, das Anlegen von offenen Feuerstellen (steht auch manchmal auf den Schildern), usw.
    Darüber hinaus gelten für einen (Militärischen) Schutzbereich auch oft weitere Beschränkungen. So ist z. B. die Genehmigung der Wehrbereichsverwaltung – Schutzbereichsbehörde – einzuholen, wenn im Schutzbereich bauliche oder andere Anlagen oder Vorrichtungen über oder unter der Erdoberfläche errichtet, geändert oder beseitigt werden oder in anderer Weise die Bodengestaltung und Bodennutzung verändert werden soll.


    Soviel zu den Schutzbereichen, kommen wir nun zu den Militärischen Bereichen und Militärischen Sicherheitsbereichen.


    Militärische Bereiche sind Anlagen und Einrichtungen der Bundeswehr und der verbündeten Streitkräfte, z. B. der Parkplatz vor einer Kaserne, also auch Flächen/Gelände. Wenn auf den Hinweisschildern „Militärischer Bereich“ kein Zutrittsverbot ausgesprochen ist, kann dieser Bereich betreten und auch befahren werden (wenn keine anderen Beschränkungen z. B. durch Verkehrszeichen bestehen). Dieser Bereich muss aber verlassen werden, wenn eine zuständige Stelle/Person (z. B. ein Wachsoldaten oder die zivile Wache) eine Aufforderung zum Verlassen dieses Bereiches ausspricht (sonst kann ggf. der Tatbestand Hausfriedensbruch erfüllt sein - wenn zusätzliche Tatbestandsmerkmale, z. B. noch in ein Bw-Feldhaus auf der Wiese, eingedrungen, auf alle Fälle ist es aber eine Ordnungswidrigkeit).


    Militärische Sicherheitsbereiche sind militärische Bereiche, deren unbefugtes Betreten von zuständigen Dienststellen verboten worden und durch Schilder ausgewiesen ist. Bei Militärischen Sicherheitsbereichen greift immer das UZwGBw (Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges und die Ausübung besonderer Befugnisse durch Soldaten der Bundeswehr und zivile Wachpersonen), also Kontrolle zur Personenüberprüfung, Vorläufige Festnahme, Durchsuchung, Fesselung bis hin zum Schusswaffengebrauch.
    Militärische Sicherheitsbereiche müssen nicht unbedingt umfriedet sein (Sicherheitszaun), es reicht auch aus, wenn in bestimmten Abständen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt sind.
    Die Militärpolizei (Feldjäger) kann sogar bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Bereich, eine Straße, etc. zum Militärischen Sicherheitsbereich erklären.


    Militärische Bereiche und Militärische Sicherheitsbereiche werden nicht von der Wehrbereichsverwaltung - Schutzbereichsbehörde – erlassen, sondern von militärischen Vorgesetzten, z. B. Kasernenkommandanten.
    Es kann also theoretisch sein, dass ein Bereich, der früher ein Militärischer Bereich und auch ein Militärischer Schutzbereich war, weiterhin ein Militärischer Bereich ist, wenn der Schutzbereich auch aufgehoben ist (z. B. weil die Funkstellung oder das Sonderwaffenlager nicht mehr existieren).

    Ein "Kind" hat auch einen neuen Namen bekommen, die Lauschabwehr. Lauschabwehr heißt jetzt "Durchführung von Maßnahmen der Technischen Informations- und Kommunikationsabschirmung (TIKA)". Es gibt also keine Lauschabwehrtrupps mehr sondern jetzt TIKA-Trupps.
    Wer die Aufgaben und Struktur aufmerksam "studiert", wird feststellen, dass auch der MAD sich mehr auf die Auslandeinsätze der Bundeswehr, also den Aufgaben der internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, ausrichtet.


    Erwähnt werden kann auch, dass der MAD seit 2011 mit seiner Fachkompetenz im "Nationalen Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ)" vertreten ist. Außerdem eine "Beteiligung" in dem seit einigen Monaten neu eingerichteten "Gemeinsames Abwehrzentrum gegen Rechtsterrorismus".
    Seit 2004 ist der MAD auch im "Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum Berlin" eingebunden.


    Gruß
    Jäger

    Hallo,
    Auf Grund der neuen Struktur der Bundeswehr hat auch der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr einige Änderungen in seiner Struktur vorgenommen.
    Die künftige Struktur wird zurzeit erprobt, bei Bedarf werden Optimierungsmöglichkeiten erarbeitet. Die Zielstruktur ist zu Januar 2014 vorgesehen.
    Die Personalstärke bleibt knapp im vierstelligen Bereich.
    Eine neue Abteilung „Einsatzabschirmung“, welche die Abschirmung im Auslandeinsatz des deutschen Einsatzkontingentes sicherstellen soll, wird aufgestellt. Dafür werden aber die Aufgaben der Spionage- und Sabotageabwehr sowie der Extremismus- und Terrorismusabwehr, die vormals in verschiedenen Abteilungen wahrgenommen wurden, in einer Abteilung zusammengeführt. Somit bleibt es bei den Abteilungen I bis IV und der Abteilung Zentrale Aufgaben.
    In der BRD bleibt der MAD an allen alten Standorten präsent, allerdings wurde hier eine Änderung in der Form vorgenommen, dass es nur noch 7 MAD-Stellen gibt (MAD-Stellen 1 bis 7), die teilweise über 1 bis 2 Außenstellen verfügen.
    Quellen: Europäische Sicherheit & Technik, Mai 2012
    Internetauftritt Amt für den Militärischen Abschirmdienst


    http://www.mad.bundeswehr.de/p…4uyk-NzEFP2CbEdFAPwms90!/

    Hallo,
    so 30 Jahre und noch mehr zurück könnte die 2. Parabolantenne auch über Pöcking und Kaserne in Maxhof hinweg noch weiter ihren "Richtfunkstrahl" getragen haben. Wenn eine Karte aus dieser Gegend zur Hilfe genommen wird, kommt dieser "Strahl" in Tutzing an eine Stelle an, wo früher die Stellung "Alpina" war. Es muss also nicht unbedingt in Pöcking oder Maxhof etwas gewesen sein.

    Zuerst noch etwas zur „Stimme Amerikas“, wie auch die Empfangsanlage bei Überacker im Sprachgebrauch von Insidern bezeichnet wurde.
    Örtlichkeit dieser imposanten Antennenanlage:
    Im Norden und Westen war die Grenze der Ortsteil Überacker der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck, sowie im Norden die Weiler Fußberg und Thal. Im Süden der Ortsteil Gernlinden mit Gernlinden-Ost, der ebenfalls zur Gemeinde Maisach gehört.
    Die Fläche, auf der die unterschiedlichen Antennen verteilt waren, hatte in etwa das Ausmaß von 2 Km X 2 Km und war nicht umfriedet, d. h. die Antennen standen im Feld und im Wald. Nur die Gebäude in der Mitte waren mit einem Sicherheitszaun versehen. Es sollen so ca. 60 bis 80 Antennenmasten auf der großen Fläche verteilt gewesen sein.
    Auf Bayern Viewer kann zurzeit auf der topographischen Karte 1 : 50000 bzw. 1 : 25000 noch ein Teil der vielen Masten gesehen werden (die aber nicht mehr vorhanden sind).


    Aufmerksam wurde der Kraftfahrer auf die große Antennenanlage nicht nur aus der Ferne (große Antennen und von der Autobahn A 8 sah man bei Dunkelheit sehr viele rote Lichter auf den vielen Antennenmasten - Flughinderniswarnung -) sondern auch im Ortsteil Überacker selber durch neu aufgestellte Verkehrszeichen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ (also auch für Radfahrer), die noch im Ortsteil an der Zufahrstraße zur Anlage standen. Von den Gebäuden war auf Grund der Lage aber nichts zu sehen.
    Heute sind hier schon lange alle diese Antennen und Masten abgebaut.
    Hier wurde empfangen, in Ismaning aufgearbeitet und von den Sendern Ismaning, Holzkirchen, Biblis und Lampertheim wieder ausgestrahlt.
    Ich habe bis heute leider keine Fotos von der großen Anlage bei Überacker im Netz gefunden. In der Station Ismaning sollen Fotos der Anlage Überacker an den Wänden gehangen haben.


    In der Nähe von Überacker (ca. 5 Km Luftlinie) war ja auch die Antennenanlage (einzelne Antennen) bei Kreuzholzhausen (Ortsteil der Gemeinde Bergkirchen im Landkreis Dachau). Ich meine es waren ca. 8 Stück. Auch diese einzelnen Antennen waren nicht umfriedet, sie standen auf Betonsockel im freien Feld. Nur die Station war mit Sicherheitszaun.
    Auch diese Antennen wurden nach dem Ende des Kalten Krieges demontiert. Es hat auch kaum einer gewusst, wer der Betreiber dieser Antennen war, viele der hier lebenden Bewohner dachten, die gehören zur Anlage nach Überacker.


    Nun aber zu Pöcking.
    Die Örtlichkeit war ungefähr hier:
    Die B 2 Starnberg in südlicher Richtung nach Weilheim. Es kommt rechts die Staatsstraße 2563, die nach Perchting und Söcking führt, aber auch zur Kaserne nach Pöcking-Maxhof.
    Aber weiter auf der B 2 Richtung Weilheim. Die B 2 verläuft jetzt etwas anders (ausgebaut). Damals konnte man rechts in eine kleine Straße abbiegen, die nach Maising führt (heute muss vorher die B 2 verlassen werden und durch 2 Unterführungen unter der B 2 erreicht man diese Straße wieder). Am Rand dieser Straße und auf dem Feld rechts der Straße waren die „Trichter“.
    Auf GE sieht man zwischen der B 2 und der Kaserne etwas, was wie eine verlassene Liegenschaft aussieht (1 rotes Dach ist zu sehen), ich kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, dass es genau hier war, ist ja auch schon 30 Jahre her.
    Nach den Karteneintragungen auf Bayern Viewer ist die Wiese/das Feld hier sehr wasserhaltig (Viele kleine Bäche durchlaufen die Wiese).


    So sahen in etwa die Antennen in Kreuzholzhausen aus:


    http://www.panoramio.com/photo/6331613


    Etwas zu Überacker bzw. Ismaning:


    http://www.biener-media.de/1197.html

    Hallo,


    ich habe etwas, was aber noch weiteren Klärungsbedarf hat.
    Wir müssen aber „technisch“ gute 30 Jahre zurück denken.


    Die alteingesessenen User hier können sich sicher noch an die Fragestellung erinnern, wo in Pöcking der BND war. Erich-Schmidt-Eenboom oder war es die SZ, soll ja auch etwas über Pöcking gesagt haben.
    Nun dachte man zuerst, ein Schreibfehler, es muss Pocking heißen. Pocking liegt in Niederbayern im Landkreis Passau. Hier gab es von der Bundeswehr einen Standortübungsplatz. Auf diesem war eine Art Wullenweberanlage, die aber den Amerikanern gehörte. Auf alten Karten und Luftaufnahmen war die Örtlichkeit noch zu erkennen. Heute nichts mehr. Aber diese Örtlichkeit wurde dann doch ausgeschlossen.
    Zurück zum Landkreis Starnberg, hier liegt nämlich die Gemeinde Pöcking. Auf diesem Gemeindegebiet liegt auch eine Bundeswehrkaserne und nördlich hinter dieser Kaserne liegt der Standortübungsplatz. Aber das wurde von verschiedenen Quellen bestätigt, alles rein Bundeswehr.
    Also sagten wir uns hier im Forum, da wurde Söcking mit Pöcking verwechselt. Söcking ist ein Stadtteil von Starnberg.
    Nun war aber an den Aussagen von Erich-Schmidt-Eenboom bzw. der SZ immer etwas dran, also sollte auch an Pöcking etwas dran sein.


    Vor einigen Tagen habe ich mit einem älteren Starnberger Bürger gesprochen, Thema war das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr, so wurde auch die Aufgabe der Kaserne (Fernmeldeschule) in Feldafing und die Sanierung der Kaserne in Pöcking-Maxhof angesprochen. In diesem Zusammenhang sagte mein Gesprächspartner, dass früher, so Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre ein Antennenfeld an der Bundesstraße 2 südlich von Starnberg, also bereits Gemeinde Pöcking, war. Er konnte sich nur noch vage erinnern, es sollen Holzmasten gewesen sein, Größe wie ein Telegrafenmast. Was aber auffällig war, waren weiße Trichter am Boden.


    So, wie er die Holzmasten beschrieben hat, kannte ich eine sehr große Anlage bei Maisach/Überacker. Hier waren an die 60 bis 80 Masten, kleine bis sehr große. Es war eine Empfangsanlage für eine US-Einrichtung.


    Und jetzt machte es bei mir Klick. Ich kann mich auch leider nur noch vage erinnern (ist immerhin schon ca. 30 Jahre her), dass ich auf einer Fahrt in den Pfaffenwinkel über die B 2 auf einer Wiese einige weiße Trichter bzw. so eine Art Lüftungskanäle gesehen hatte. Es war nur Wiese, keine Gebäude, und diese weißen Gerätschaften lagen auf der Wiese verteilt, an Antennenmasten kann ich mich aber nicht erinnern. Sie sahen in etwa so aus wie Lüftungskanäle, die man aus der Industrie kennt, die aber gebogen waren und eben in weiß. Mein erster Gedanke war, was soll das hier, will ein Landwirt hier Regenwasser auffangen. Ich kann mir bis heute keinen Reim auf diese Teile auf der Wiese machen.


    Das wäre jetzt etwas für unsere Antennenspezialisten. Was für einen Zweck könnte es, wenn überhaupt, so etwas gehabt haben. SAT-Schüsseln gab es damals so noch nicht. Jemand sagte mir, es könnte vielleicht mit der Ionosphäre oder Troposphäre in Verbindung stehen.

    Da fehlen jetzt aber einige Antennen (beim Vergleich mit Fotos aus den 70er/80er und 90er Jahren). Dafür hat der Turm jetzt ein "Panorama-Restaurant" :icon_biggrin_1: (darüber gab es schon eine Info hier im Forum - Zu Tarnzwecken würde sich eine Speisekarte des Turmrestaurant im Netz auch gut machen).


    Schön aber, dass die ehem. Radarstelle der Bundeswehr weiter lebt.


    Gruß
    Jäger

    Und damit kämen wir wieder zu meiner Eingangasfrage, "Wo stand diese Antenne in Breisach?"
    Mir wurde berichtet, dass dies Schüssel in Breisach gestanden hat. Ich habe diese Aussage aber nicht geglaubt, außerdem war in den Medien damals ein Beitrag über den Antennentransport auf der Straße nach dem Freizeitpark Rust. Und wenn man sich diese Schüssel anschaut, Überbreite und Überhöhe, kann man sich gut vorstellen, dass diese Schüssel nicht auf der Straße von Breisach nach Rust transportiert wurde, das sind einige Km, wogegen Rheinhausen von Rust gleich um die Ecke liegt. Und so ein paar Meter kann diese Schüssel schon bei entsprechender Vorbereitung und mit behördlichen Genehmigung auf der Straße transportiert werden. Also Standort Rheinhausen.


    Damit verbunden die Frage, was für Antennen waren in Breisach aufgestellt? Die ehem. Antennenfelder sollen ja noch vorhanden sein, bloß eben ohne Antennen. Man spricht hier von Sende und Empfangsstellen. In Leiselheim, ist von Breisach Richtung Sasbach/Endingen, sollen auch auf einem ehem. Westwallbunker 2 Parabolantennen gestanden haben für eine Scatter-Versuchstrecke.
    Gruß
    Jäger

    Vielen Dank für die schnellen "bebilderten" Antworten. War für mich schon beeindruckend, mitten in einem Wohngebiet ragen so große Antennen über die Dächer (na, ja, ich war einmal bei der Bundesnetzagentur in München-Obermenzing, dort sind ja auch viele Antennen in einem reinen Wohngebiet).
    Auch die Fotos (Link) von Julian der Antennen von Amateurfunkern haben mich beeindruckt. Ich kannte nur mal eine Antenne auf dem Dach oder vielleicht auch zwei oder eine im Vorgarten von Amateurfunkern.
    Gruß
    Jäger

    Hallo,


    letzte Woche war ich in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck. In der Nähe des S-Bahnhofes Germering sah ich über den Hausdächern eine große Antenne ragen, die mich doch neugierig machte (so mitten in dem Ort) Ich begab mich in die Richtung und fand auf dem Flachdach eines größeren Gebäudes mehrere Antennen. Es gab 2 Gittermasten an dem mehrere Antennen befestigt waren, einen weiteren Mast mit Antennen und auf dem Dach eine Antenne, die Aussah wie eine Raute. Da die Masten sehr hoch waren und die Antennen an den Masten auch sehr groß, waren die Masten mit Seilen abgespannt.
    Ich dachte erst an Amateurfunk, aber so große und so viele Antennen habe ich bei Amateurfunkern noch nicht gesehen.
    Das Gebäude selber, ein dreigeschossiges Gebäude Art eines kleinen Möbelhauses gab auch keinerlei Hinweise auf die Antennen. Die Anlage sah fast schon so aus, z. B. wie eine Außenstelle der Bundesnetzagentur.
    An Straßennamen habe ich mir gemerkt: Landsberger Straße Einmündung Hirschauer Straße Nähe S-Bahnhof Germering. Leider auch kein Foto dabei.
    Auf GE konnte ich nichts erkennen, es gab aber einen Hinweis auf das Möbelgeschäft, Möbel G........., Landsberger Straße 49. Und Suche mit verschiedenen Schlagwörtern ergab auch nichts bzw. ich habe nichts gefunden.


    Gruß
    Jäger

    Das ganze große Gelände (von der BAB 995 im Westen bis zur Eisenbahnstrecke im Osten, von dem Friedhof bzw. Stadelheimer Straße im Norden bis zur Stadtgrenze im Süden) war ja eine "Wohnsiedlung" für Angehörige der amerikanischen Streitkräfte. Es gab hier alles, Schulen, Kirche, Kindergarten, Supermarkt, Ärzte, und kleine Klinik (an der Stadtgrenze nach Unterhaching, heute ein medizinisches Zentrum/Ärztehaus), das große Krankenhaus, heute Bundespatentgericht, war erst ein amerikanisches Hospital, dann Bundeswehrkrankenhaus und Ende der 90er Jahre auch kurz Privatklinik.


    Die Militärpolizei war in der Stadelheimer Straße vor der McGraw Kaserne, Es sollen aber auch noch weitere Dienststellen hier anwesend gewesen sein, so sagt man verschiedene US-Nachrichtendienst aber auch das FBI. Der größte Teil war ja in der McGraw Kaserne, aber vermutlich waren einige Dienststellen auch außerhalb.
    Das Gebäude Haus-Nr. 63a ist mir bekannt. Es war kein Wohnhaus für Familien, eher ein Bürogebäude oder auch Unterkunftsgebäude für einzelne Personen. Interessant wäre zu wissen, wie wurde es zur Zeit der Amerikaner genutzt.
    Vor 2 oder 3 Jahren waren hier noch junge Männer aus den Oststaaten vermutlich untergebracht (eine Art Wohnheim).


    Gegen eine konspirative Nutzung des Gebäudes spricht aber, dass direkt nebenan der große Parplatz von einem Supermarkt ist. Den gab es auch schon zu US-Zeiten.


    Gruß
    Jäger

    Ich meine, EMEFBE deutet mit seinem letzten Beitrag aber etwas anderes an.
    Verstanden habe ich es so: Bis ca. 1999 war Monschau-Höfen (Haidgen) für den "Lauschangriff" auf die Bonner-Botschaften etc. zuständig (wolf_kiel schreibt aber, sei technisch schlecht möglich).
    Da die Bundesregierung ihren Sitz in die neue Bundeshauptstadt Berlin verlegt hat, zogen auch die Botschaften der anderen Staaten sowie deren anderen Organisationseinheiten nach Berlin um.
    Demnach müsste im größeren Umfeld von Berlin eine Anlage vorhanden sein, die ab 1999 die Antennen "ausgefahren" hat, um mitzubekommen, was die Botschften der Staaten jetzt in Berlin so "sprechen" (wenn es zutrifft, was die "private Information des ehem. BND-Mitarbeites aussagt - Fußnote 16).


    Gruß
    Jäger