Posts by Joerg

    Hallo,


    Artikel in der Rheinzeitung zu einem neuen Buch:
    "Im Mittelpunkt stehen dabei Theo Saevecke als Leiter des Referates Sicherheit der "Dienststelle Marienthal" und Paul Dickopf, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA). Beide arbeiteten ohne Wissen der Bundesregierung für den US-Geheimdienst CIA und hatten Zugriff auf sensible Daten und Geheimdossiers des Regierungsbunkers, einschließlich
    Abläufe der Nato-Übungen."


    http://www.rhein-zeitung.de/re…sbunker-_arid,549658.html


    Gruß
    Jörg

    Hallo,


    http://www.welt.de/politik/deu…-sind-da-sehr-dreist.html
    Zitat:
    Doch "Tina" soll sich auch um die Kommunikation mit der Moskauer
    Zentrale gekümmert haben. Jeden Dienstag gegen sechs Uhr morgens saß sie
    vor einem Kurzwellenempfänger und nahm Weisungen aus der Heimat
    entgegen.


    Geht im Artikel auch um einen für letztes Jahr geplanten Agentenaustausch.
    Der Welt liegt die Anklageschrift vor. Es gibt die nächsten Tage vielleicht noch ein paar Artikel zum Thema.


    Gruß
    Jörg

    Es war damals wirklich interessant, die diversen Publikationen durchzusuchen, die nach der Wende veröffentlicht wurden. Es gab schon einige Hinweise auf Zahlensender. Interessant war für mich eigentlich immer, woher die Sender nun wirklich kamen. Leider konnte man dazu nicht viel herausfinden. War wohl für den Leserkreis völlig unwichtig.


    Gruß
    Jörg

    http://www.welt.de/politik/deu…storischer-Dimension.html
    Auszug:
    Auf Straßenkarten hat das
    Ehepaar im Großraum Bonn auffällig viele Markierungen eingetragen. An
    den entsprechenden Stellen befinden sich allein stehende Bäume,
    Holzkreuze oder markante Steine. Dort sind heute noch Spuren von
    Erdlöchern zu erkennen.



    Alles deutet
    darauf hin, dass sich hier sogenannte Tote Briefkästen befunden haben.
    In ihnen hinterlegen Agenten ihr Spionagematerial, das später abgeholt
    wird. Entschlüsselten Funksprüchen lässt sich entnehmen, dass die
    Anschlags auf rasche Leerung der Toten Briefkästen drängen. Danach
    schwärmen Mitarbeiter der russischen Botschaft aus und erledigen die
    Aufgabe. Seit Langem ist bekannt, dass die diplomatischen und
    konsularischen Vertretungen der Russen voll in die Arbeit des
    Auslandsgeheimdienstes eingebunden sind.



    Die Moskauer
    Zentrale verständigt sich mit ihren beiden Agenten in Deutschland über
    Kurzwelle. Die Signale werden in der Nähe der russischen Hauptstadt
    abgesendet. Der Agentenfunk lässt sich in einem Kreis von 200 Kilometern
    an der deutsch-französischen Grenze empfangen, die Anschlags wohnen in
    diesem Zirkel.
    Jeden Dienstag um 6 Uhr
    stöpselt Heidrun Anschlag einen Dekoder an einen Kurzwellenempfänger und
    an ihren Computer. "Das ist alte Schule", sagt eine Führungskraft der
    deutschen Spionageabwehr, "so hat schon der KGB seinen Agenten
    Anweisungen übermittelt."



    Weil die
    Kommunikation über Agentenfunk nur in eine Richtung funktioniert,
    schicken die Anschlags ihre Textbotschaften via Satellit nach Moskau. Im
    Zeitalter des Internets bedienen sich die Agenten aber auch weiterer
    Methoden. Auf der Videoplattform YouTube verfassen sie unter Filmen
    Kommentare mit versteckten Botschaften. Nutzername der Anschlags:
    "Alpenkuh 1". Moskau antwortet als "Cristianofootballer".
    Gruß
    Jörg

    ich hatte noch gar nicht mitbekommen, dass der BND ein paar alte Dokumente online stellt. Von den Amerikanern gibt es ja eine ganze Menge im Netz. Habe das mal beim "Tag der Archive" im Bundesarchiv mitbekommen. Viele alte Akten aus den Ministerien wurden aufgearbeitet und sind dort zugänglich, nur beim BND und beim Auswärtigen Amt sieht das etwas schlecht aus.


    Gruß
    Jörg

    Ich habe eine ganze Zeit diverse Funkdienste empfangen, wie FAX, ALE und die gängigen Modi aus dem Amateurfunkbereich. Je nach Bedingungen funktioniert das ziemlich gut, auch ohne Superausstattung. Ich habe mir kürzlich das "Technical Handbook for Radio Monitoring HF" von Roland Prösch besorgt um meinen Horizont etwas zu erweitern. Da sind schon einige Wellenformen beschrieben, von denen ich jedenfalls noch nicht gehört habe.


    Gruß
    Jörg

    Hallo Jochen,


    danke für den Tipp. Ich werde auf jeden Fall versuchen, die Station zu empfangen. Vielleicht ist es tatsächlich ein neuer Zahlensender. Ich kann mich kaum erinnern, wann das letzte Mal eine echter Zahlensender aufgetaucht ist. Die meisten mysteriösen Aussendeung haben sich früher oder später als Tests für normale Sender u.ä. herausgestellt.
    Die Empfänger im Internet habe ich noch nie ausprobiert. Sollte so aber möglich sein, sich einen guten Überblick über den Empfang der Station in verschiedenen Teilen der Welt zu verschaffen.


    Gruß an alle
    Jörg

    Hallo,


    ich bin zwar schon eine ganze Weile angemeldet, habe mich aber noch nicht vorgestellt. Ich bin 31 Jahre alt und interessiere mit besonders für Funkempfang, Signal Intelligence und Geschichte. Bis vor ein paar Jahren habe ich ziemlich intensiv nach Zahlensendern gesucht. Das mache ich heute eher selten, da die Empfangsbedingungen recht bescheiden sind. Damals war ich auch in den entsprechenden Foren / Mailinglisten aktiv, insbesondere mit Logs und geschichtlichen Themen.


    Gruß an alle
    Jörg


    P.S. Forum ist wirklich gut geworden.

    Hallo,


    hier ist der Link: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,591150,00.html


    Es geht um einen enttarnten estnischen KGB-Spion, der Zugriff auf so ziemlich alle eingestuften Dokumente der NATO und EU hatte. Am Anfang gibt es den Bezug zu Zahlensendern:


    "Die Kommunikation zwischen dem mutmaßlichen Top-Spion und seinem Führungsoffizier verlief wie einst im Kalten Krieg. Um Nachrichten mit seinem russischen Kontaktmann auszutauschen, nutzte Herman Simm, 61, laut Ermittlern ein umgebautes Radio, das auf den ersten Blick nichts zu sein schien als ein altmodisches Relikt aus der Welt der Unterhaltungselektronik von gestern. Doch das, was der graumelierte Este Simm, ein wichtiger Beamter im Verteidigungsministerium von Tallinn, offenbar über Jahre Richtung Moskau transferierte, war höchst aktuell."



    Der Spiegel ist hier nicht ganz eindeutig. Ich gehe davon aus, dass der Spion nur Anweisungen über KW erhalten hat, aber selbst nicht gesendet hat. Die Dokumente wurden vermutlich auf klassischem Wege übergeben.
    Dass die Russen weiterhin Tote Briefkästen verwenden, findet man ja jedes Jahr im Verfassungsschutzbericht.


    Viele Grüße
    Jörg