Bad Aibling Station

  • Servus,


    mich hatte es vor einigen Wochen auch mal wieder in südlichere Gefilde verschlagen, und "zufällig" kam ich auch in Bad Aibling vorbei.
    Einen Großteil der verfügbaren Informationen haben wir hier im Forum ja schon zusammengetragen, und viel mehr kann man auch von "vor Ort" nicht berichten. Die von den US-Betreibern übernommene Liegenschaft insgesamt ist eine lustige Mischung aus Lagerfläche, Dienstleistungsbetrieben und Gastronomie. Überall findet man aber noch Hinweise auf die bisherigen Nutzer des Objektes.
    Für uns interessant ist lediglich ein kleiner Zipfel des Geländes der bis heute mit Doppelzaun gesichert ist und den Schilder als "Militärischer Sicherheitsbereich" deklarieren (dieser Geländeteil ist übrigens auch ein Schutzbereich - Bauer Sepp nebenan darf z.B. keine Funksender betreiben ohne gegen das SchBerG zu verstoßen).
    Während ich da so unterwegs war kam zwischenzeitlich auch ein blauer Opel-Vectra von Y-Tours an - inkl. ziviler Wache und Hunde-Begleitung. Ich dachte zuerst das ich der Grund dafür sei, ein Blick auf die Uhr verriet mir aber das einfach Zeit für die Platzrunde war, und so wurde ich auch nicht weiter beachtet, Bello durfte aber etwas auf den Rasen vor den Radomen machen.


    Ein freistehendes (und in Betrieb befindliches) Radom vor dem ehemaligen Operations Building (leerstehend):
    IMG_8837_1000.JPG


    Die kleine Farm:
    IMG_8836_1000.JPG


    Der Rasen wird noch ordentlich gemäht:
    IMG_8839_1000.JPG


    Der Parkplatz hingegen nicht mehr:
    IMG_8844_1000.JPG


    Auch das Operations-Building hat schon bessere Zeiten gesehen:
    IMG_8849_1000.JPG


    Das Peilhäuschen der ehemaligen Peilanlage in unmittelbarer Nähe:
    IMG_8870_1000.JPG


    Wo denn dann parken?
    IMG_8871_1000.JPG


    Und zu guter Letzt die Mangfall-"Kaserne":
    IMG_8883_1000.JPG


    Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne befindet sich übrigens einiges an Technik die auf einen gesteigerten Energie- und Kühlungsbedarf schließen lässt (Klimatechnik, Netzersatzanlagen, Belüftung). Warum nun eine Dienststelle die lediglich Kommunikationsverbindungen bereitstellt einen offensichtlich recht mächtigen IT-Park betreibt (Schweinehälften kühlt man dort vermutlich nicht, und die würden auch nicht soviel Strom verbrauchen ;) ) kann sich ja wohl jeder denken...


    -d

    Spionage ist eine streng verbotene Notwendigkeit

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  • Moin!


    Erstmal"Danke"für den schönen Bericht!!!
    Da hat sich seit gut 12 Jahren nichts grossartig verändert auf der Farm.Und.......Du kannst bei gutem Wetter die Alpen sehen ohne Fön.


    M.

  • "Und zu guter Letzt die Mangfall-Kaserne", nicht so ganz richtig. Das Gebäude, was hauptsächlich zu sehen ist, gehört eigentlich nicht direkt zur "alten" Mangfall-Kaserne. Es ist auch separat noch einmal umfriedet.


    Die Mangfall-Kaserne, Postanschrift Grassingerstraße 52, 83043 Bad Aibling, wurde 1978 als Unterkunft für Luftwaffensoldaten die für eine Batterie Flugabwehrraketen (FlaRak) zuständig waren, erbaut und 1980 bezogen. Die Raketenstellung befand sich seit 1977 in Lampferding. Es ist eine kleine Kaserne, da ja auch nur für eine Batterie (vergleichbar mit einer Kompanie). Zum 31.12.2002 erfolgte die Außerdienststellung der gesamten Flugabwehrraketengruppe, also auch der Batterie in Bad Aibling, die sich jetzt aber durch Umbenennung Staffel nannte. Es wurden aber noch im Jahr 2003 Soldaten der FlaRak in Bad Aibling und in der Stellung gesehen.


    Wann das besagte Gebäude auf dem Foto entstanden ist, kann im Moment nicht gesagt werden, auch nicht, ob es zusammen mit der Kaserne 1978 erbaut wurde. Über die Nachnutzung der Mangfall-Kaserne gab es ca. 2 Jahre lang nur Spekulationen, Bundespolizei (BGS-Kaserne) aus Rosenheim war eine davon.


    Das besagte Gebäude war aber auch schon zu Zeiten der FlaRak in der Mangfall-Kaserne genutzt, also als auch die Amerikaner noch vor Ort waren, allerdings in ihrer eigenen Kaserne.


    2005/2006 zog offiziell die Bundeswehr wieder mit einer Fernmeldeweitverkehrsstelle in die Mangfall-Kaserne ein. Für 2 Sende-Antennen wurde ein neuer Schutzbereich bei der zuständigen Schutzbereichsbehörde beantragt. Es soll sich hier aber um 2 schon vorhandene Antennen vermutlich der Amerikaner handeln und beachten, es wird von Sendeantennen gesprochen.


    Aufgefallen ist der Bevölkerung, dass ca. 2008 wieder verhältnismäßig viele Amerikaner in Bad Aibling zu sehen waren.


    Die Wohnblöcke der amerikanischen Kaserne sind angeblich verkauft, aber noch ungenutzt. Der technische Bereich soll zum Teil etwas verfallen aussehen, allerdings auch als Gegenstück ein noch gut gesicherter Bereich mit "Funktechnik" sehr gepflegt.

  • Gruß Gott, Herr W.!


    Schön das du wieder an Bord bist.



    2005/2006 zog offiziell die Bundeswehr wieder mit einer Fernmeldeweitverkehrsstelle in die Mangfall-Kaserne ein. Für 2 Sende-Antennen wurde ein neuer Schutzbereich bei der zuständigen Schutzbereichsbehörde beantragt. Es soll sich hier aber um 2 schon vorhandene Antennen vermutlich der Amerikaner handeln und beachten, es wird von Sendeantennen gesprochen.


    Aufgefallen ist der Bevölkerung, dass ca. 2008 wieder verhältnismäßig viele Amerikaner in Bad Aibling zu sehen waren.


    Die Wohnblöcke der amerikanischen Kaserne sind angeblich verkauft, aber noch ungenutzt. Der technische Bereich soll zum Teil etwas verfallen aussehen, allerdings auch als Gegenstück ein noch gut gesicherter Bereich mit "Funktechnik" sehr gepflegt.


    Danke für diesen geschichtlichen Exkurs.
    Bei dem "gut gesicherten" Bereich handelt es sich vermutlich um die hier hauptsächlich gezeigten Radome, oder gibt es noch einen Bereich den ich übersehen habe?


    Was deine Anmerkung angeht nach welcher der Schutzbereich für Sendeantennen erforderlich ist möchte ich aus der Schutzbereichsanodnung für die Verteidunganlage Mietraching der WB Süd zitieren:
    Für den Erhalt der Wirksamkeit der Verteidigungsanlage wird im Nahbereich Schutz gegen Störeinflüsse aufgrund von EMV-Einflüssen (EMV = Elektromagnetische Verträglichkeit) in Abhängigkeit von der verwendeten Antenne gefordert.


    Den Kern der Schutzbereiche bilden die Radome der ehemaligen US-Anlage, und nicht Sat-Antennen auf dem Gelände der Mangfall-Kaserne.


    Gerichtete Sendeanlagen wie Sie bei der SAT-Komunikation verwendet werden haben m.E. keine Probleme mit EMV-Störeinflüssen, aber da lasse ich mich auch gerne vom Profi eines Besseren belehren. Vielmehr existieren bei Empfangsanlagen Probleme mit EMV-Störeinflüssen...

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  • Da bin ich noch gerade über einen Artikel gestolpert, in dem es um die Nutzung einer ehemaligen Fliegerhalle auf dem US-Gelände geht. Selbige Fliegerhalle wurde wohl für eine Musikveranstaltung genutzt und dazu diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen:
    Auslöser ist die jüngst veranstaltete Loveparade. An diesem Abend waren die Südtore zum B&O-Gelände verschlossen, um ein Abschweifen der Besucher aufs übrige Gelände zu verhindern. Nach dem Event war dann unter anderem dem BND ein Info-Schreiben der Polizei zugegangen und erst dadurch wurde ihm bekannt: Da war was - unter anderem verschlossene Tore. Die aber müssen für die BND-Mitarbeiter geöffnet bleiben. Das betrifft auch Veranstaltungstage, kann aber zur Folge haben: Besucher dringen bis zum Antennenfeld vor. Das gilt es zu schützen.


    Originalext hier


    Soviel also zur Legende "Fernmeldeweitverkehrsstelle".

  • Hallo,


    die "Pause" lag nicht an mir. Nach dem "Umzug" hier habe ich es immer wieder an verschiedenen Tagen versucht. Aber auch mit einem neuen Nickname, neues Passwort oder ein Mix, ja auch komplett neu registrieren hat nicht funktioniert. Ich habe dann gedacht, die vom "Geheimschutz" sind schon verrückte Hund, die haben mir jetzt sogar den Zugriff auf die "Spionage"-Seite :D unterbunden.


    Zu Thema noch, ich habe eine Anordnung "Erklärung eines Gebietes zum Schutzbereich" gelesen, die war von Ende 2006. Es wurde hier von 2 Antennenanlagen, Nord und Süd, gesprochen. Eine bestehende Schutzbereichsanordnung für die amerikanische Anlage gab es ja schon und die wurde, soweit mir bekannt, noch nicht aufgehoben. Laut mündlicher Aussage soll die neue Schutzbereichsanordnung von 2006 Sendeantennen betreffen.


    In einem Gespräch mit einem Soldaten wurde das Thema "Sendeantennen" kurz angesprochen. Dazu wurde in etwa folgendes gesagt: Es ist doch denkbar, dass bei einem Ausfall der Anlagen als Beispiel Gerolstein und Kastellaun sehr schnell "Ersatz" geschaffen werden muss und vielleicht nicht genügend mobile Anlagen zur Verfügung stehen. Als "Ersatz" wäre Bad Aibling denkbar. Wie wir aus der Zeit des Kalten Krieges wissen, gab es immer für alle Bereiche mehrere "Ersatzlösungen" um bei einem Fall der Fälle auch weiter aktiv "verteidigen" zu können.


    Soweit mir bekannt, muss bei HF für Sende- und Empfang- ein räumlicher Abstand sein (jetzt bezogen auf die Lauschantennen am Standort), aber ein "Experte" kann sicher mehr dazu sagen (also Möglichkeit Sende- und Empfangsanlage in Bad Aibling).


  • Ich habe nochmal in die Schutzbereichsanordnung geschaut und auch einen Blick in den mir vorliegenden Schutzbereichsplan geworfen; bei der Anlage NORD handelt es sich um die noch
    vorhandenen Radome der US-Anlage (äußerer Rand des B&O-Geländes), bei der Anlage SÜD um die teilweise auf Luftbildaufnahmen zu sehenden SAT-Antennen auf dem Gelände der Mangfallkaserne - zumindest wenn ich mir die Radien der 3 Zonen anschaue.
    Insbesondere fällt in der Anordnung auf das es primär darum geht Störstrahlung fernzuhalten. Um da jetzt nicht blödes Zeug zu erzählen habe ich nun mal die ehemaligen FafT'ler hier gefragt die sich beruflich bedingt bestens mit Funktechnik auskennen. Sinngemäß war der Tenor: Bei Sendeanlagen im SAT-Bereich - also unseren Schüsselchen - hat man kaum eine Einwirkung durch externe Einstrahlungen, da der Beam sehr gerichtet ist (es kam auch der Hinweis darauf das die Telekom in der Erdfunkstelle Usingen wohl einige Zeit auch "normale" Funktechnik betrieben hat obwohl nebenher noch SAT-Technik lief). Ungefragt bekam ich dann auch die Info das man selbst bei SAT-Empfangsanlagen kaum Probleme mit Störeinwirkungen hat wenn man sich ordentlich im Footprint des Satelliten befindet da die Antenne technisch bedingt kaum durch ungerichtete Fremdstrahlung beeinflusst wird.


    In meinem Ordner bin ich dann auf eine weitere Schutzbereichsanordnung gestolpert, genauer gesagt auf die für das Ionosphäreninstitut Rheinhausen. In Rheinhausen wird, das ist hinreichend bekannt und bestätigt, SAT-Aufklärung betrieben. Wenn ich jetzt die beiden Schutzbereichsanordnungen vergleiche sind die Verbote bzw. Einschränkungen im Schutzbereich so vergleiche sind diese annähernd identisch und erinnern mich auch stark an andere Anordnungen für militärische Empfangsanlagen (bspw. Funkempfangsstelle Milte der LW)



    [


    Bei SAT-Anlagen ist die gegenseitige Störung von Sende- und Empfangsanlagen m.E. wie schon gesagt kaum gegeben, einen Betrieb von einer Aufklärungsanlage neben einer "normalen" SAT-Kommunikationsanlage ist grundsätzlich wohl kein Problem. Entsprechend praktiziert wird so etwas z.B. in den Niederlanden (Burum: ziviler Betreiber Erdfunkstelle Stratos, auf dem gleiche Areal die NSO mit Aufklärungstechnik und eigenen Schüsseln) und der Schweiz (Leuk: ziviler Betreiber , nebenan das EKF der schweizer Armee).


    Grundsätzlich wäre es also möglich das die BW Antennen als "Backup" für andere Kommunikatonsanlagen nutzt und der BND auf dem gleichen Gelände eine Antenne weiter Nachrichtengewinnung betreibt - dann wäre die FmWVStBw gar keine Tarnung sondern eine ganz normale BW-Organisationseinheit.
    Das kann ich aber nicht so recht glauben, denn dazu ist mir die FmWVStBw irgendwie etwas zu scheu. Normalerweise findet man etwas über die Züge oder Einheiten, in Foren hört man etwas von Soldaten die dort hin versetzt werden oder dort waren - hier alles nicht der Fall. Vielmehr gibt es in diversen Publikationen den Hinweis darauf das die FmWVStBw eine Tarneinrichtung ist, u.a. in einem Spiegel-Artikel der auch durch die Bundeswehr selbst unterstützt wurde.
    Dazu kommt - das ist jetzt natürlich eine rein subjektive Sache - das ich einige Male schon selbst vor Ort war, und zu keinem Zeitpunkt konnte ich auf dem Gelände "Flecktarn" ausmachen. Als halbwegs uniformiert konnte man da höchstens die Wache bezeichnen.

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  • Hallo,


    ich will ja auch nicht abstreiten, dass es hier keinen BND gibt, da dieser ja auch offiziell in Bad Aibling bei der Gemeinde laut Münchner Merkur aufgetreten ist, nur nach meiner Auffassung muss die Bundeswehr hier mit im Boot sein. Es soll sogar Planstellen für Soldaten (aber nicht AMK), wenn auch in geringer Anzahl geben. Irgendwo habe ich sogar auch eine Planstellenzuordnung für einen Offizier in Bad Aibling gesehen.


    Ferner ist mir die Bewachung der Anlagen durch eine Wachmannschaft mit Bundeswehr-Kfz (hatte das Kfz mit dem Hundeführer tatsächlich ein Y-Kennzeichen??) nicht so ganz erklärlich. Bei reinen BND-Liegenschaften bewacht dieser sich selbst mit eigenem Sicherungspersonal, die auch vor einigen Jahren neue Uniformen bekommen haben. Auf dem Ärmel und auf dem Brustabzeichen ist der Bundesadler. Die zivilen Dienstwagen des Sicherungspersonals haben auch kein Y-Kennzeichen sondern sind in der Regel zivile Kfz mit Behördenausstattung (die konnte man früher leicht erkennen, z. B. gab es den Audi 80 mit hinten links einer kleinen Nebelschlussleuchte - genau der gleiche Typ wurde von vielen anderen Behörden und DIenststellen gefahren, auch von der Polizei. Ich wusste dann immer, wann z. B. eine Zivilstreife der Polizei vor mir herfuhr. Im Zuge von Einsparungen werden heute auch kleinere Fahrzeuge gefahren, auch von "Pleitefirmen".


    Und bei den anderen Liegenschaften mit "Fernmeldetechnik" tritt der BND als Bundesstelle für Fernmeldestatistik auf, warum sollte er sich hier ausgerechnet als Bundeswehr Fernmeldeweitverkehrsstelle tarnen? Ich denke eher, dass hier die Bundeswehr tatsächlich eine Fernmeldeweitverkehrsstelle hat oder im Bedarfsfall einrichten wird und der BND läuft eben hier mit. Das gleiche ist mit Hof, eine der Fernmeldestellen Süd, eindeutig Bundeswehr wenn auch mit sehr vielen zivilen Beamten und Angestellten der Wehrverwaltung und ggf. gibt es hier auch "Untermieter".

  • Das die Bundeswehr nicht mit an Bord ist wurde hier ja auch nicht geschrieben, es ist sogar sehr gut möglich das die Anlage gemeinschaftlich von BND und BW betrieben wird. Fraglich ist dann natürlich trotzdem ob die Anlage zur Kommunikation dient bzw. im Störungsfall der Kommunikation dienen soll oder ob es grundsätzlich doch eher um eine, nennen wir es mal "einseitige" Kommunikation im Sinne von Signalerfassung geht. Der Anteil an militärischem Personal dürfte aber in jedem Fall sehr gering sein.
    Unbestritten ist natürlich das es in diversen BW-Liegenschaften Gastnutzer gibt, und bei einigen Liegenschaften würde ich sogar eher die BW als Gastnutzer bezeichnen, auch wenn die Anlagen offiziell zur BW gehören.
    Du hast als Beispiel Hof angeführt, ich will hier mal die "Fernmeldestelle Süd" in Augsburg/Gablingen nennen. Die Anlage dient unbestritten und offensichtlich zur Aufklärung, nutzt aber einen Tarnnamen der ähnlich der im Bad Aibling verwendeten FmWVStBw nur eingeschränkt zur wirklichen Nutzung passt ;) .
    (weiter: im Rahmen der Enttarnung diverser IP-Netze des BND kam auch ein Netz mit dem Namen "FERNMELDESTELLE-SUED-DER-BW" o.ä.). Und dann sagte ja auch unser Franzl
    "Außerdem habe ich die Zusicherung erhalten, dass die beiden anderen BND-Standorte in Bayern – Bad Aibling und Gablingen bei Augsburg – erhalten und ausgebaut werden."


    Der Hundeführer hatte ganz sicher ein Y-Kennzeichen an seinem blauen Opel - es war ein "typisches" BW-Fuhrpark-Kfz. Uniformiert war er natürlich auch, allerdings mit einer Uniform die nicht der Uniform der BND-Sicherungsangestellten entspricht (graue Hose, blauer Pullover).


    Vorstellen könnte ich mir da eine Leistungsvereinbarung in der Art "BW kümmert sich um Sicherung der Liegenschaft und Objektverwaltung und kann die Anlage im Bedarfsfall zur Kommunikation nutzen, BND betreibt Signalerfassung und Auswertung auf dem Gelände".

  • Ja, so in etwa kann ich es mir auch denken. Bundeswehr stellt Liegenschaft und die Infrastruktur zur Verfügung, hat ggf. hier auch SATCOM, alles andere macht der "Untermieter".


    Es sollen ja SAT-Schüsseln in der Kasernen-Liegenschaft stehen und auch welche in der angrenzenden separat umfriedeten Liegenschaft (besagtes Gebäude). Dieses Gebäude wurde ja, wie schon geschrieben, auch schon genutzt, als die FlaRak noch in der Kaserne war.


    Hintergrund soll, wie vor langer Zeit in verschiedenen Medien berichtet wurde, gewesen sein, dass die USA bezichtigt wurde von Bad Aibling aus die deutsche Wirtschaft "auszuspionieren". Um den "Guten Willen" zu zeigen, durfte dann der BND in Bad Aibling mit ins Boot. Wurde aber abgeschottet von der US-Kaserne und baute sich so ein Gebäude angrenzend an die Mangfall-Kaserne.


    Da hier Gablingen angesprochen wurde (auch eine Fernmeldestelle Süd): Mir hat vor jetzt schon langer Zeit ein Bw-Soldat berichtet, er war vor noch längerer Zeit als Bw-Soldat schon in Gablingen (vermutlich 80er Jahre) bei den Amerikanern zu Gast. Damals, als die Amerikaner hier noch Alleinherrscher waren, war hier auch schon der BND anwesend. Mitte der 90er Jahre, als die Bundeswehr zur Friedensmission auf den Balkan zog, soll hier auch Personal vom ZNBw gewesen sein. Angeblich soll jetzt auch noch Personal der Bundeswehr in Gablingen sein. Aber nicht der MAD, wie schon einmal ausgesagt wurde.

  • Zitat

    Für 2 Sende-Antennen wurde ein neuer Schutzbereich bei der zuständigen Schutzbereichsbehörde beantragt. Es soll sich hier aber um 2 schon vorhandene Antennen vermutlich der Amerikaner handeln und beachten, es wird von Sendeantennen gesprochen.


    rx0 hat es schon angedeutet: Nicht nur Sendeanlagen erfordern Schutzbereiche , auch Empfangsanlagen. Die Bundeswehr (und auch andere Institutionen) haben reichlich davon.
    Früher war da mal das AFmISBw (Amt für Fernmelde- u. Informationssysteme der Bundeswehr) zuständig; heute das Streitkräfteunterstützungskommando. Stichwort NARFA.


    Beim Suchen via google findet man einige Hinweise, dass der BND in der ehemaligen BAS sitzt, einige wurden schon genannt.


    Hier etwas zur Historie der BAA und seinem neuen Nutzer
    http://www.navycthistory.com/NSGStationsHistory.txt


    es sind auch viele ander Infos zu US-SIGINT-sites in Deutschland dabei ...

  • Hallo zusammen,


    ersteinmal ein frohes Neues. :thumbsup:


    Die Links von Rorschach sind wirklich sehr aufschlussreich. zwinker
    Nun weiß man ja wer der offizielle "Betreiber" ist :D


    Viele Grüße


    ElmarE2Kde :)

    "Der Schlüssel zu Sicherheitsregeln ist, zu wissen,
    wann man sie verletzen kann und dabei trotzdem im Rahmen vernünftiger
    Sicherheit bleibt." Charles A. Doswell III :thumbsup:

  • Hallo Leute!

    War hier lange nicht mehr online ... In den vergangenen Jahren hat sich ja viel getan. Snowden-Veröffentlichungen über BRD-Kooperationen mit US-Diensten/ Untersuchungsausschuss etc.

    Anbei ein interessanter Link über die Entstehung des BND-Lauschposten in Bad Aibling - früher legendiert als "Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr "(FmWVStBw)


    Ein Auszug:

    Sicherheitliche Abdeckung der JSA in der Mangfallkaserne
    LA60/JSA und damit die gesamte Mangfall-Kaserne soll künftig 'als
    Kommunikations- und FmA-Stelle der Bundeswehr abgedeckt sein, die
    neben Femmeldediensten insbesondere für die eigenen und NATO-Truppen
    im Einsatz Military Support leistet. Die Anwesenheit der US-Mitarbeiter
    wird als durch einen NATO-Partner gewährte Unterstützungsleistung für
    diese Dienststelle bezeichnet. AND stimmt zu.


    Der Link: https://wikileaks.org/bnd-inqu…8/MAT%20A%20BND-18a_3.pdf


    Weitere spannende News ;) folgen!


    Grüße in die Runde!

    Boschu