Remote SDR Betrieb - Upload Bandbreiten

  • Ich betreibe eine kleine Empfangsstation remote, da bedingt durch innerstädtische HF Störungen ein vernünftiger Empfang nicht gegeben ist.


    Den Remotebetrieb habe ich durch einen Raspi mit UMTS Stick realisiert, da DSL am Empfangsort nicht vorhanden ist. Ich erreiche den Raspi mittel VPN Verbindung.


    Als Empfänger sind am Raspi3B angebunden:


    RTL-SDR an Discone Antenne

    RSPdx an Stampfl Aktivdipol.


    Im Betrieb habe ich aktuell leider nur den RTL-SDR mittel SDRsharp, da der Remote Betrieb des RSPdx mittels SDRuno nicht ganz konsequent umgesetzt ist!?


    Nun meine Frage:


    Welche Upload Bandbreiten kann man überlicherweise mittels gängiger Software erreichen?


    Betreibe ich den RTL SDR mittels SDRsharp (super Software), dann ist die benötigte Upload Bandbreite ca. 35 kB/s. Dies bedeuten in der Stunde bereits ca. 130 MB! Ich höre zwar nur ab und zu abends, aber ein Datenvolumen von bisher 400 MB/30 Tage reicht da nicht lange.

    Leider unterstützt SDRsharp das Konkurrenzprodukt RSPdx nicht mehr, so daß ich auch schon Openwebrx ausprobiert habe. Hier liegt des Datenvolumen aber weitaus höher. SDRconsole ist auch keine Alternative, da der Serverbetrieb einen PC voraussetzt.


    Gibt es eurerseits eventuell Erfahrungen über benötigte Bandbreiten beim Remotebetrieb?

  • Moin.

    Ich denke, dass Du mit SDRsharp und dem SpyServer bereits die maximale Bandbreiteneffizienz erreicht hast.

    Meines Wissens überträgt der SpyServer im Standardbetrieb (also nicht Full-IQ) nur das Basisband und die Bildinformationen für Spektrum und Wasserfall und führt einen großen Teil der Signalverarbeitung bereits auf dem SpyServer durch.

    Eventuell kannst Du die Demodulationsbandbreite bei schmaleren Signalen noch etwas reduzieren um Volumen zu sparen.

    Viele andere Lösungen versuchen, die volle IQ-Bandbreite zu übertragen und verbrauchen dadurch wesentlich mehr Datenvolumen.

    Eine wirklich bessere Lösung fällt mir auf Anhieb nicht ein.

    Du könntest höchstens am Remote-Standort einen kompletten PC aufstellen, den. Du dann per RDP oder VNC über VPN nutzt. Ich habe auch zwei solche PCs mit Airspy-Minis laufen, allerdings habe ich an den Remote-Standorten DSL verfügbar, so dass ich mir über die Bandbreite und das Datenvolumen noch keine Gedanken machen musste. Prinzipiell geht RDP aber über ein 56k Modem.

    Den Airspy Mini kann ich Dir für solche Anwendungen übrigens wärmstens empfehlen. Letztes Jahr gab es zum BlackFriday 30% Rabatt, da lohnt es sich, die Augen offen zu halten.


    Viele Grüße, Jörg.

  • Warum hast du nur 400MB für 30 Tage? Soviel kostet mobiles Datenvolumen jetzt ja auch nicht mehr. Eben mal bei AldiTalk geschaut, 4.5GB/4Wochen für 10€.


    Ansonsten wirst du - wie DL2ZBK schon geschrieben hat, die Datenmenge kaum mehr verringern können. Wenn du per RemoteDesktop etc. drauf gehst, wird es eher mehr werden.

  • Hallo bjossi,


    Ich hatte mir erstmal eine Prepaid Karte von Vodafone genommen, da ich bereits eine habe und zum Testen die 2,99€/30Tage mir ausreichend erschienen.


    Mein Außengerät ist mittlerweile fertig und für den ab und zu SWL/HF Hörbetrieb sind die 400 MB wirklich viel zu wenig. Ich habe mich etwas umgesehen, die Karte von Lidl erscheint mir eigentlich geeignet, da sie das Vodafone Netz nutzt und am Standort eine bessere Netzabdeckung zeigt. Mit 6,99€/30 Tage gehen die Kosten noch, schade nur, dass die Drosselung nach Volumenüberschreitung 64 lbit/s und nich 64 kB/s beträgt. Hatte mich anfangs getäuscht und schon gefreut, dass trotz Drosselung die Datenrate für SDRsharp noch reicht.


    Ich werde wahrscheinlich den RSPdx gegen einen Airspy HF+ Discovery tauschen, da die Remoteanbindung des RSPdx irgendwie nicht richtig zum Laufen kommt und wenn, dann sind bisher die Datenraten viel zu hoch.


    Gablingen.....dort bin ich schon oft vorbei gefahren und auch mal drumherum gelaufen...schöne Anlage!