• Moin.


    Ich habe serh sehr lange RTLSDR verwendet. Ich stoße mit denen aber an Grenzen. Logisch. Da mein Pappradio damals verstorben ist (ich liebte das Gerät!) zucke ich ein wenig, wenn ich das SDRPlay sehe. Im Moment verwende ich den FRG-100. Ist immernoch gut, das Teil. Aber max. 4kHz Bandbreite out of date ;).


    Frage an die, die das Geräte besitzen und verwenden: wie zufrieden seid ihr mit dem Gerät? Kann man das empfehlen? Wo sind schwächen? Habe in dem kilometerlangen Test auf RTL-SDR.COM gelesen, dass das SDRPlay immer auf Platz zwei von drei landete. Auf eins war immer A****y. Der kommt für mich wg. des nicht vorhandenen potenten Rechner nicht infrage. Ich bin von 10kHz bis 16GHz unterweges. Daher interessiert mich der die das Play irgendwie.


    Ich danke Euch für Aussagen :) .

  • Moin,
    wenn Du noch eine Woche wartest, kann ich Dir vielleicht schon genaueres zum Unterschied Airspy vs SDRplay aus meiner Sichtweise sagen. Den SDRplay habe ich schon seit geraumer Zeit im Einsatz und denke, dass ich das Gerät inzwischen recht gut kenne.


    Ich denke, der SDRplay ist ein grundsolides Gerät, mit dem Du zwischen Bahnstrom und DECT alles sauber empfangen kannst, so lange Du das Gerät nicht übersteuerst. Es ist nun mal ein breitbandiger Empfänger ohne mitlaufenden Vorfilter und neigt bei starken Störsignalen zu Intermodulation. Mit geeigneten Vorfiltern kann man dies aber im Zaum halten. Ich benutze einen einfachen 2/70/23 Triplexer als Vorfilter und kann so nahezu alles sauber empfangen, lediglich in den Übergangsbereichen hat man halt stärkere Dämpfungen. Mein BTO-Vorfilter ist leider immer noch nicht fertig. :(


    Man sollte sich halt immer vor Augen führen, dass man für 160 Euro leider keinen Rhode&Schwarz-Messempfänger bekommt. Trotzdem ist der SDRplay wahrscheinlich der SDR mit dem derzeit besten Preis/Leistungsverhältnis.


    Auf meinem alten i3-M370 Notebook habe ich mit dem SDRplay bei 8 MHz Samplingrate eine Prozessorauslastung von ca. 28 Prozent, der RTL-Stick genehmigt sich zum Vergleich bei 2,4 MSPS 14 Prozent. Für den mobilen Einsatz ist der SDRplay also in Sachen Stromverbrauch und Prozessorlast klar die erste Wahl.


    Sobald ich den Airspy hier auf dem Tisch habe werde ich mal genaueres zu den Unterschieden berichten.


    Jörg.

  • Moin Jörg,


    Ich danke Dir für die erste Einschätzung. Ich habe auch gelesen, dass die Filter sehr weiträumig gewählt wurden. Leider. Auf der anderen Seite ist auch klar, dass hier die Wollmilchsau geschaffen wurde bzw. werden sollte.


    Frage: das Play hat nicht zufällig GPIO, sodass man eigene Filter schalten könnte? Was widerum freie Treiber bedürfte...

  • Moin,


    das ist beim SDRplay leider nicht vorgesehen. Aber prinzipiell würde das Gehäuse Platz für eine kleine Huckepack-Platine bieten, auf der man zumindest ein paar Notches unterbringen könnte. Die SMA-Buchse ist ja sogar mit einem Pigtail angeschlossen, so dass man dies sogar minimalinvasiv durchführen könnte.


    Hier hast Du einen schönes Foto von der Platine: Empfang verbessern / Störungen reduzieren


    Jörg.

  • Moin Moin,


    wirf doch einfach mal einen Blick in die Schaltpläne: http://www.sdrplay.com/docs/SDRplay_RSP_Schematics_r2p2.pdf oder das Blockschaltbild: http://www.sdrplay.com/docs/SD…al_Block_Diagram_r1p1.pdf Ich kann aber gerne auch noch mal einen höher auflösenden Scan von der Platine machen, wenn das hilft.


    Das ist für mich auch einer der großen Pluspunkte von SDRplay. Man spielt dort mit offenen Karten. Früher war es normal, das bei allem was irgendwie mit Funk zu tun hat die Schaltpläne dabei waren, heute machen leider viele ein Staatsgegeimnis daraus.


    Dabei ist mir gerade aufgefallen, dass bis 60 MHz der LNA wirkungslos ist. :icon_confusednew_1: Das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Weiterhin wäre es wahrscheinlich gut gewesen, wenn man direkt hinter dem Eingang einen 2 GHz Tiefpass eingebaut hätte. Damit hätte man zumindest alle UMTS- und WLAN-Signale vom Gerät fern gehalten.


    Jörg.

  • Moin Jörg.


    Ich danke für die Links. War mir nicht bewusst, dass die so "offenherzig" sind. Habe sie Schalter auch gleich gefunden :). Ist beim Pappradio auch so gemacht. Da haben es zwei CU251 getan.


    Man könnte also "zur Not" auch einen eigenen filter einschleifen. Zur Not.


    Letztendlich haben die echt wenig Teile verbaut.


    Die Filter sind lt. Simulation recht genau bemessen, meine ich. Damit sollte SAQ und U-Boote noch möglich sein ;).


    Z. B. 0-12MHz:
    0-12MHz.png0-12MHz.jpg


    Also bis 30MHz scheint die Filterwelt noch i. O. zu sein (habe jetzt keine Lust alle durchzusimulieren - das hat der Hersteller gemacht *lol*).
    Was mir aber etwas Angst macht ist das 400-1000er Filter. Ich sage nur: Tetra / GSM / DVB-T... Hast Du da größere Probleme, Jörg?

  • Ja, ohne Vorfilter macht das keinen Spaß.


    Anbei mal beispielsweise ein Screenshot vom Tetra-TMO-Band, einmal mit Filter und einmal ohne. Ich denke, das spricht für sich. In beiden Fällen ist die Antenne eine Diskone D3000 mit 20m H155 Kabel. AGC ist an, macht aber keinen wirklichen Pegelunterschied.


    Der Entwickler von SDRplay ist wohl eher der "Digital-Guy". Alleine wenn er die Tiefpässe kaskadiert hätte sähe das wahrscheinlich schon ganz anders aus.


    Jörg.

  • Hallo,


    @ShortieWave Danke für den Hinweis, habe in meinem Threadtitel noch SDRplay hinzugegfügt.


    @DL2ZBK ich bin wirklich gespannt was du über den Airspy berichten kannst und ob sich evtl. ein Umstieg lohnt. Mir wäre es eben wichtig ohne viele weitere Experimente das Teil möglichst störungsfrei nutzen zu können.


    Was mir allgemein in der SDR-Welt auffällt: Der Fokus scheint, sowohl bei den Geräten als auch bei der Software, stark auf Kw zu liegen. Es gibt massenweise Deocder und co für die ganzen Modes auf der Kw aber ausser DSD tut sich wenig im Bereich über 30 Mhz. Zumindest ist dies mein Eindruck. Oder habe ich einiges Übersehen?


    Gruß Tim

  • Hallo,


    mein Airspy ist heute angekommen und ich hatte kurz Gelegenheit, ihn zu testen. Mein erstes Fazit: Licht und Schatten.
    Am Front-USB hat der Airspy zunächst nicht richtig funktioniert und wohl Samples verloren, am rückseitigen USB lief er dann, wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob alles richtig läuft. Starte ich weitere Programme, kommt es wieder zu Aussetzern, obwohl ich einen i5-3470 mit 3,2 GHz und 8GB Ram habe. Das muss ich mir noch einmal anschauen, für leistungsschwächere PCs ist das Ding jedenfalls nicht geeignet.
    Bezüglich der Filter ist er tatsächlich besser, meine Tetra-Barken habe ich auch ohne Triplexer sauber empfangen können, so lange ich sie nicht übersteuert habe. Das muss ich mir am Wochenende aber noch einmal in Ruhe anschauen.


    Was natürlich rattenscharf ist, ist die Software SpectrumSpy. Es ist schon cool, wenn man sich das Spektrum von 25-1800 Mhz auf einmal anschauen kann. Anbei mal drei Bilder vom SpectrumSpy. Auf dem Bild vom Vollspektrum sieht man zunächst den Empfang mit der Diskone ohne Filter, danach den 2m-Ausgang, dann 70cm und zuletzt 23cm. Man kann die Filtercharakteristik der Frequenzweiche ganz gut erahnen. Das zweite Bild ist der Bereich 100-200 MHz, man sieht den Flugfunk-Bereich schön. Das dritte zeigt nochmal das volle Spektrum.


    Alles weitere dann ab dem Wochenende.


    Jörg.

  • Hallo,


    ja, das Quasi-Echzeit Spektrum (je nach Bandbreite) vom SpectrumSpy ist natürlich eine prima Sache (wenn die Rechenleistung vorhanden ist). Unsereins (RTL-SDR Nutzer) muß sich hier mit einem Single-Sweep Scan zufrieden geben. ;)


    Hier mal ein Beispiel aus meiner Gegend. Habe bei 760 MHz abgeschnitten, weil ich momentan eine Tiefpaß mit dieser Grenzfrequenz nutze um Störungen eines nahen Mobilfunkmasten auszublenden.


    Das Spektrum ist natürlich eine Kombination aller Frequenzgänge von Antenne, Vorverstärker, Filter und Empfänger. Man kann aber trotzem schön die vorhandenen Belegungen der "großen Blöcke" wie UKW, DAB(+), TETRA und DVB-T sehen.


    Gruß


    SkyWatcher

  • Moin Moin,


    auf dem Funktag habe ich mir einen Konverter von DG0VE für meinen SDR gekauft, so dass ich nun auch den Bereich von 2200-2700 MHz empfangen kann. Meine Diskone geht ja bis 3 GHz und nun ist das Spektrum fast vollständig. Anbei mal ein Foto vom Konverter und von dem empfangbaren Spektrum. Der Breitbandanzeige wegen habe ich wieder den Airspy benutzt, man sieht schön den WLAN-Bereich und auch die LTE-Sender bei 2,6 GHz. Zu der Skala müssen 1,8 GHz dazu addiert werden.


    Viele Grüße,


    Jörg.