[SDRplay] Empfang verbessern / Störungen reduzieren

  • Hallo zusammen,


    dann will ich euch mal wieder mit Fragen löchern. :rolleyes:


    Wie der Titel schon sagt, soll es diesmal darum gehen das beste aus dem Setup heruszuholen.
    Was schon steht:


    eine Discone auf dem Dach
    disconej.JPG


    und der Empfänger (SDRPlay).
    sdrplayj.JPG


    Mir ist bewusst, dass ich bei diesen beiden Sachen wohl das meiste erreichen könnte aber die Teile stehen nunmal hier und sollen auch verwendet werden. Der Rest darf schon auch ein paar € kosten, solange es etwas bringt.


    Verbunden sind der SDR und die Antenne mit dem vom Hersteller bereits montierten BNC-Kabel. Vermutlich lässt sich hier einiges herausholen, Kabel kann gerne ein neuies her.(welches?)


    Vom Empfänger zum PC geht ein geschirmtes USB-Kabel mit 7 Klappferriten (5 an der PC-Seite, 2 an der SDR-Seite).


    Was ich bereits gemacht habe:
    Klappferrite an allen Kabeln die in den PC gehen.
    Auf Netzwerkkabel verzichtet. Obwohl ich extra neue, geschrimte gekauft habe waren die Störungen Wahnsinn. Seit ich nurnoch W-Lan nutze ist es deutlich besser.


    Was noch interessant sein könnte:


    Der Empfänger hat eine SMA-Buchse, momentan arbeite ich eben mit einem Adapter BNC auf SMA.
    Ich nutze bisher weder einen LNA, noch einen Antennentuner o.ä. Der SDR hat wohl einen kleinen LNA eingebaut, keine Ahnung wie gut oder schlecht er ist.
    Da der SDR von 0,1 - 2000MHz geht, würde ich gerne eine Mini Whip o.ä. zusätzlich anschliessen. Hierfür bräuchte ich, zusätzlich zur Einspeisweiche, dann vermutlich einen Diplexer? Nur welchen?


    Meine noch bestehenden Probleme:


    Massive Störungen durch Radiosender in allen Bereichen
    ebenso massive Störungen durch Tetra-Sender
    auch enorme Störungen durch Pocsag Signale.


    Ich war auch schon auf der Suche nach Bandstopfiltern, aber habe bisher nicht wirklich einen Shop gefunden. Könnt ihr mir hier helfen? Wo bekomme ich die und kann ich sie einfach in Reihe setzen? Müssten dann ja 3 Stück sein? Oder habe ich dann wieder große Verluste / andere Störungen?


    Ja das soll es dann erstmal gewesen sein. :)


    Ich freue mich auf eure Tipps und sage schon mal vielen Dank.


    Sonnigen Gruß aus Franken


    Tim

  • Hi Tim,


    da wird es sicher noch viel zu experimenten geben, aber den Anfang würde ich mal damit machen, eine einfache FM-Trap in die Antennenleitung einzuschleifen:


    http://lna4all.blogspot.de/201…88-108-mhz-band-stop.html


    http://www.rtl-sdr.com/testing-fm-broadcast-bandstop-filter/

    Grüße
    Andreas

    Icom IC-R71, Yaesu FRG-100, R820T2/ RTL2832U mit Up-Converter, Breitband-Loop, Preselector

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  • Moin,
    im Prinzip habe ich fast das gleiche Setup, SDRplay und Diskone-Antenne. Ich habe dazwischen 20m H155-Kabel, die teilweise parallel zu meinen Netzwerkkaneln laufen. Meine bisherigen Beobachtungen:


    Entweder man nimmte einen Vorfilter, einen Vorfilter oder einen Vorfilter. ;) Die SDR-Empfänger reagieren bauartbedingt äußerst sensibel auf starke Nachbarsignale. Ich habe hier einen GSM/UMTS-Mast in 200m Entfernung und einige DVB/FM/DAB/POCSAG/Tetra-Sender im Nahfeld. Diese tauchen dann auch überall im Spektrum wieder auf. Beholfen habe ich mir mit einem vorhandenen Triplexer (2/70/23), den ich an die Antenne anschließe und den SDR an den passenden Ausgang hänge. Auf diese Weise habe ich einen Großteil meiner Probleme bereits in den Griff bekommen, lasse mir aber aktuell bei microwave-technologies hier in Kassel einen steilflankigen Bandpass für 108-470 MHz bauen. Eigentlich hatte ich für diese Woche auf einen Prototyp gehofft, aber es wird wohl doch noch etwas länger dauern. Sobald ich ihn in den Händen halte werde ich natürlich hier berichten. Am besten schaust Du Dir Dein Spektrum einmal an, stellst die Verstärkung optimal auf ein gewünschtes Nutzsignal fest ein und schaust dann mal, welche Störsignale Dir das Leben schwer machen. Eventuell reicht ja schon ein einzelner Notch, um deutliche Besserung zu bekommen. Wenn Du ausschließlich bestimmte Bereiche empfangen willst, wirst Du mit schmalbandigen Bandpässen wahrscheinlich die besten Ergebnisse erzielen.


    Das zweite große Problem sind Störungen. Ich habe da eine bösartige Waschmaschine, die mir den VLF-Bereich massiv stört und meine KAT.5 Netzwerkverkabelung im Haus, die massive Störungen ab 144 MHz verursacht. Mantelwellenfilter habe ich schon in rauhen Mengen hier im Haus verbaut, leider aber ohne wirklichen Erfolg. Bei mir liegt die Rolle Kat.7 Kabel bereits bereit und ich will in diesem Zusammenhang auch noch mal die Kabelwege optimieren und so kurz wie möglich halten.


    Auf die MiniWhip und auf Kabeltausch würde ich zunächst einmal verzichten, ich habe mit dem SDRplay und der Diskone bereits erfolgreich SAQ empfangen. Mit der Whip wirst Du wahrscheinlich eher das Gegenteil erreichen, da diese ja keinerlei Vorfilterung hat und auch die Störsignale mit verstärkt. Der SDRplay ist vom EIngang her derart empfindlich, dass Du eigentlich auch keine Vorverstärkung benötigst, schon gar keine breitbandige.


    Viele Grüße aus Vellmar,


    Jörg.

  • Hallo,


    ich denke, als allererstes sollte man dem SDRplay ein Metallgehäuse spendieren und das dann auf Masse legen, was vermutlich durch das Anschrauben der Antennenbuchse schon erledigt wäre.


    Ist mir persönlich vollkommen unverständlich, warum man hier ein Plastikgehäuse genommen hat.


    Gruß


    SkyWatcher

  • Hallo zusammen,


    im Community Forum auf sdrplay.com schreibt zum Thema Gehäuse ein User:


    Quote

    I see the "Best $150 I ever spent" and think
    I would have said, "Best $165 I ever spent" if it had a metal case.


    Da wurde wohl wirklich am falschen Ende gespart.
    Man kann ja mal mit Alufolie anfangen und schauen, ob das etwas bringt....


    ;)
    Andreas

    Icom IC-R71, Yaesu FRG-100, R820T2/ RTL2832U mit Up-Converter, Breitband-Loop, Preselector

  • Moin.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass der SDRplay bewusst mit einem Kunststoffgehäuse produziert wurde, ich meine es wäre auch im SDRplay-Forum gewesen. Es ging dabei darum, den digitalen Teil vom analogen Teil zu entkoppeln, ein Metallgehäuse sollte kontraproduktiv gewirkt haben, Antennenkabel und USB-Kabel würden wie ein Dipol wirken.
    Nagelt mich auf diese Aussage bitte nicht fest, ich kann die Quelle momentan leider nicht finden. Vielleicht kannst Du den Entwickler ja mal direkt anschreiben.


    Nachvollziehbar ist es aber schon. Eine Metallabschirmung macht nur dann Sinn, wenn der digitale vom analogen Teil getrennt geschirmt wird, da sonst der digitale Störnebel im Gehäuse reflektiert würde.
    Ich vermute, dass beim Design der Multilayer-Platine hierauf geachtet wurde.


    Eine komplette Abschirmung würde lediglich die direkte Einstrahlung von Störungen in das Gerät verhindern, auf Intermodulationsprodukte von Störsignalen, die durch die Antenne kommen hätte es keinen Einfluss. Und das sind wahrscheinlich 99% unserer Probleme. Von daher wären wir wieder beim Vorfilter.


    Stelle die Verstärkung doch mal fest auf einen sinnvollen Wert bei einem lokalen Nutzsignal ein, schließe dann den Antenneneingang mit 50 Ohm ab und schau, ob sich an den Störungen etwas ändert, wenn Du die Kiste in Alufolie wickelst. Interessant wäre das auf jeden Fall einmal.


    Ich hatte auch große Hoffnung in Mantelstromsperren gesetzt, aber so wie es aussieht fange ich mir meine Störungen wohl hauptsächlich über die Antenne ein. Ich hoffe, dass es besser wird, wenn ich die Netzwerkverkabelung hier im Haus modernisiert habe. Heute habe ich den Router direkt neben den HÜP gesetzt, alles auf KAT.7A Verlegekabel umgerüstet und geerdet. Der große Aha-Effekt ist allerdings ausgeblieben, jetzt liegt meine Hoffnung noch bei den "Steigleitungen" vom Keller ins 2.OG. Ich müsste aber wahrscheinlich in der kompletten Nachbarschaft die Kabel austauschen. Ist halt HF-technisch blöd, wenn man in einem dicht besiedelten Gebiet wohnt. :(


    Jörg.

  • Früher hat man die HF-Teile in extra Weißblech-Gehäuse gepackt innerhalb eines Geräts. Das waren noch Zeiten... :)


    Heute ist leider alles zu teuer in der Herstellung und es werden Kompromisse gemacht.


    Na ja, vielleicht hat der Airspy das auch besser gelöst, Metallgehäuse und (trotzdem (!)) weniger Intermodulationsprodukte. Dafür aber auch kein HF ohne Konverter.


    Wie immer, man kann nie alles haben im Leben. :icon_biggrin2_1:


    Mir gefällt der SDRplay, war schon kurz davor ihn zu bestellen, aber irgendwie habe ich trotzdem ein Problem mit dem Gehäuse und dem integriertem LNA. Würde doch gerne mit diversen externen Vorverstärkern experimentieren und mich durch eine Übersteuerung durch den integrierten LNA nicht gerne beschränken lassen...


    Gruß


    SkyWatcher

  • Ich vermute mal, dass bei heutiger Fertigungstechnik, d.h. bei kleinsten SMD-Bauteilen, Microstrip-Leitungen und Multilayer-Platinen die Abschirmung bauartbedingt an Notwendigkeit verloren hat beziehungsweise in keinem sinnvollen Kosten-/Nutzenverhältnis mehr steht. Früher war alles in Metall gekapselt, allerdings waren die Geräte auch deutlich größer. Wobei ich ja schon gestehen muss, dass ich bei HF-Technik auch einen Metall-Fetisch habe. 8o
    Vielleicht kann ja jemand testen, ob eine Abschirmung doch etwas bringt.


    Jörg.

  • Moin,


    ich widerrufe alles, was ich zum Thema Metallgehäuse bzw. Abschirmung gesagt habe und behaupte das Gegenteil. :whistling:


    Ich habe heute einmal meinen SDRplay in Alufolie gewickelt und mit offenem Antenneneingang betrieben. Dabei habe ich folgende Beobachtungen gemacht:


    Leider habe ich eine GSM/UMTS Basisstation in ca. 200m Entfernung von meinem Haus. Dort gibt es sowohl einen GSM900 als auch einen GSM1800 Sender mit jeweils drei Segmenten, von denen eines grob in meine Richtung zeigt.


    Das Signal auf 1857,2 MHz empfange ich mit meinem SDRplay ohne Schirmung mit -78 dB bei einem Grundrauschen von -103dB. Wickele ich den SDRplay in eine Lage Aluminiumfolie, sinkt das Signal auf -91 dB bei gleichem Grundrauschen.
    Hierbei habe ich die Verstärkung noch nicht einmal auf Maximum, sondern auf empfangsübliche 29dB Gain-Reduction gestellt. Das Ein- bzw. Ausschalten des LNA hat das Ergebnis nicht verändert.


    Ähnliches zeigt sich bei DVB-T auf K32 und im UKW-Radioband. Die ca. 8km entfernten Sender sind klar und deutlich sichtbar.


    Bei maximaler Empfindlichkeit und eingeschaltetem Vorverstärker empfange ich die Signale mit eingeschaltetem LNA, ohne Aluminiumhut und ohne Antenne wie folgt:
    GSM auf 1857,2 MHz -67 dB, GSM auf 926,2 Mhz -69 dB, DVB-T auf K32 mit -66dB


    Von daher mein klares Fazit: Abschirmung muss sein. Ich bekomme nächste Woche einen Airspy R2 von einem Freund, mal schauen, wie das damit so ausschaut.


    Jörg.

  • Hallo Jörg!


    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Test. :thumbup:


    Ehrlich gesagt, alles andere hätte mich auch gewundert... 13dB ist schon eine Hausnummer. Muß man sich mal klar machen, durch Deine Alufolien-Abschirmung hast Du das Signal im Empfänger um den Fakor 20 (!) abgeschwächt.


    Und wie immer, was nicht, oder fast nicht mehr da ist, kann auch keine Probleme (Interferenzen/Mischprodukte) mehr erzeugen. :)


    Noch was zum Thema Old School Weißblech-Abschirmung. So altmodisch ist das gar nicht, der bladeRF hat seinen HF-Teil z.B. auf diese Weise schön abgeschirmt. Wobei man hier natürlich sagen muß, dass das wohl nicht nur wegen der Einstrahlung, sondern auch wegen unerwünschter Abstrahlung gemacht wurde denke ich, da es sich beim bladeRF um einen TRX handelt. Trotzdem, gefällt mir, so sollte das immer sein! :D



    [Blocked Image: http://www.eetutorial.net/wp-content/uploads/2015/03/software-defined-radio.jpg]



    Habe wie gesagt in letzter Zeit immer mal wieder mit einem Upgrade auf SDRplay oder Airspy geliebäugelt, konnte mich aber letztendlich nicht dazu durchringen.


    Beides im Prinzip keine schlechten SDRs, aber jeder hat so seine Nachteile (natürlich meine rein subjektive Meinung ;) ) :


    SDRplay:

    • kein Metallgehäuse
    • LNA fest verbaut
    • anscheinend keine Verwendung von Plugins in SDR# möglich, dank Youssef (laut Vergleich auf rtl-sdr.com)

    Airspy:

    • Youssef ist so Spezi, den man nicht unbedingt mögen/unterstützen muß
    • hohe Systemanforderungen, anscheinend Betrieb mit verminderter Bandbreite nicht ohne Einschränkungen möglich (laut Verglaich auf rtl-sdr.com)


    Gerade die Systemanforderungen finde ich wichtig. Wenn ich beim RTL-SDR 1MHz Bandbreite wähle, kann ich den locker mit ein paar Prozent CPU-Auslastung im Hintergrund laufen lassen. Würde nur ungern den Rechner komplett mit SDR auslasten.


    Ein Vergleich hinsichtlich der Abschirmung wäre wirklich interessant. Wäre super, wenn Du dazu kommen würdest.


    Gruß


    SkyWatcher

  • Moin.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass der SDRplay bewusst mit einem Kunststoffgehäuse produziert wurde, ich meine es wäre auch im SDRplay-Forum gewesen. Es ging dabei darum, den digitalen Teil vom analogen Teil zu entkoppeln, ein Metallgehäuse sollte kontraproduktiv gewirkt haben, Antennenkabel und USB-Kabel würden wie ein Dipol wirken.


    Habe die erwähnte Diskussion gefunden:


    http://www.sdrplay.com/community/viewtopic.php?t=105




    Ehrlich gesagt glaube ich nicht so recht an die Dipol-Theorie. Und wenn es Problem durch USB geben würde, dann wäre eine seperate Abschirmung des HF-Teils erst recht zu empfehlen.


    In der Diskussion ist noch einer, der GSM ohne Antenne empfängt. :)


    Ich frage mich außerdem, warum das Ding eigentlich so groß sein muss, da ist doch so gut wie nix drinn. Selten so einen großzügigen Aufbau gesehen. ?(



    [Blocked Image: https://www.kmitocty.cz/wp-content/uploads/2015/10/sdrplay1.jpg]



    SkyWatcher

  • Guten morgen zusammen,


    da muss man sich mal eine Zeit mit anderen Dingen beschäftigen und hier gibt es Infos ohne Ende. :thumbup:


    Vielen Dank für eure Antworten.


    Kennt jemand eine Seite die so einen Notch-Filter auch nach Deutschland liefert?


    Ich habe testweise einfach mal ein T-Stück mit etwas Koax (ca 60 cm meine ich mich zu erinnern) angeschlossen, eine Veränderung konnte ich leider nicht feststellen. Das ganze war aber auch nicht "Hochwissenschaftlich" sondern eher "Pi mal Daumen".


    Das Thema Abschirmung muss ich mir mal etwas genauer ansehen.


    @DL2ZBK hast du das Gerät einfach in Alufolie gewickelt, so dass die Folie auch Kontakt zur SMA-Buchse hat? Oder sollte ich diese vorher mit etwas Klebeband, Schrumpfschlauch o.ä. von der Folie trennen?


    Die Störungen die durch Netzwerkkabel verursacht werden sind teilweise wirklich heftig. Der Bereich um 144Mhz wurde bei mir meistens unbrauchbar.


    Ich habe auch schon überlegt ob ich mal einen Airspy testen sollte. Irgendwie fehlt mir Momentan aber etwas die Zeit um ausführlich "rumzuspielen". Falls jemand so ein Teil hat oder mal in die Finger bekommt, könnt ihr gerne mal berichten wie es da mit Störungen und co aussieht.



    Ich werde mir jetzt mal etwas Alufolie holen. Bestimmt finde ich in Frauchens Reich auch noch eine Blechdose oder so.


    Ich wünsch euch eine schöne Woche.


    Tim

  • Moin,


    RTL-SDR.com bietet jetzt ein FM-Bandstop-Filter an. Wird zwar für die RTL-Sticks beworben, lässt sich aber sicher auch mit anderen SDRs verwenden (notfalls Adapter erforderlich).


    http://www.rtl-sdr.com/rtl-sdr…-mhz-reject-now-for-sale/


    Quote

    The cost is $14.95 USD with free international air mail worldwide shipping.


    73
    Andreas

    Icom IC-R71, Yaesu FRG-100, R820T2/ RTL2832U mit Up-Converter, Breitband-Loop, Preselector

  • Moin.
    Insbesondere beim SDRplay wirst Du auch mit dem Bandstop keine brauchbaren Ergebnisse erzielen. Der SDRplay ist ein wirklich guter SDR, wenn man ihn mit einem geeigneten Bandpass betreibt. Die eingebauten Filter sind absolut lausig und erfüllen ihre Funktion nicht. Ich habe mir speziell für den SDRplay einen steilflankigen Bandpass für 118-470 MHz aus insgesamt 34 Bauteilen anfertigen lassen, der auch die höheren Frequenzen effektiv dämpft. Damit funktioniert der SDRplay wunderbar.
    So sind UKW, DVB-T, GSM, UMTS, LTE und WLAN perfekt gedämpft, lediglich Tetra POCSAG und DAB sind noch im Passband.


    Die Filterkurve sieht momentan so aus:
    75dB@75MHz / -40dB@100MHz / -5dB@118MHz / -2.1dB@144MHz / -0.22dB@225MHz / -2.5dB@435MHz / -5dB@470MHz / -70dB@1GHz / -60dB@2.1GHz / -50dB@3GHz


    Damit lässt es sich auf jeden Fall schon gut leben.


    Viele Grüße,


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    danke für deine Erfahrung. Gut zu wissen, dass der SDRplay mit Bandpässen besser bedient ist.


    Ich hab mir ja immer noch keinen RTL-Nachfolger zugelegt, Hobby war jetzt erst mal etwas im "Sommerschlaf", mal sehen, was die dunkle Jahreszeit an Funkinteresse bringt ;)


    73
    Andreas

    Icom IC-R71, Yaesu FRG-100, R820T2/ RTL2832U mit Up-Converter, Breitband-Loop, Preselector

  • Hi, ich hab ja einen Airspy. Leider habe ich sehr starke Signale 88-108 Mhz, so dass ich, um unerwünschte
    "Nebenwirkungen" zu vermeiden, sehr stark dämpfen musste. Bandpässe sind schön und gut, aber ich will ja
    eigentlich breitbandig sein, ohne ständig Filter wechseln zu müssen.


    Ich hab mir deshalb eine UKW Bandsperre bestellt, (heute gekommen), die den Bereich 88-108 Mhz stark
    dämpft. (epay art. Nr 262603616038). Trotz Lieferung aus der Tschechei lief alles super :-)


    Nun, was soll ich sagen ? das Platinchen "stanzt" den UKW Bereich sauber aus, ohne dass ich meine Breitbandigkeit
    verliere. Jetzt kann ich nicht nur die Dämpfung weglassen, sondern auch noch moderat verstärken, ohne dass un
    erwünschte Mischprodukte oder "Geistersignale" entstehen. Der RX wirkt ruhiger, rauscht weniger und auch sonst
    hat sich vieles verbessert... wobei ich nicht sagen kann, dass es vorher schlecht war ! der Airspy ist TOP!


    Und wenn ich denne mal UKW hören will hab ich immer noch meine guten alten RTL-SDR... dafür reichts allemal *ggg


    Jedenfalls sind die knapp 15€ gut investiertes Geld.

    RFspace NetSDR, R&S EK070 und ESM2/EZK, Yaesu VR-5000 (als Portabel), Icom IC-R8500 tracking with NetSDR, Pappradio, Ant: HDLA -> ASA15, Discone.

  • Moin.
    Das hatte ich zunächst auch so geplant. Nachdem ich mir aber mein Spektrum mal mit SpectrumSpy angeschaut hatte, habe ich mich dann doch für den Bandfilter entschieden. GSM, DVB-T und UMTS sind bei mir noch viel böser, als der Rundfunk. Und die meisten Tiefpass-Filter fangen dann ab 2 GHz wieder an durchlässig zu werden. War zwar nicht günstig, aber dafür ist das Passband jetzt perfekt.
    Jetzt habe ich bis auf zwei starke Tetra-BOS, POCSAG und einen Verkebrsbetriebe-Sender nichts mehr Schlimmes im Passband.
    Gut, ab und zu dauert es ein wenig, bis der Groschen fällt und man feststellt, dass die schlechten KW-Bedingungen hausgemacht sind ;) aber dank Umschaltern kann man ja auch schnell mal auf eine andere Antenne ohne Filter schalten.


    Bist Du eigentlich auch im Airspy-IRC-Chat unterwegs?


    Viele Grüße, Jörg.

  • Moin, nö, im chat bin ich nicht unterwegs. Bei mir sind halt einfach die Verhältnisse etwas anders :-)
    GSM geht hier fast gar ned und Tetra ist auch weit weg, ich wohn ja mitten in den Pampas :-)


    Ich hab eine sog. "Satelliten Lage" in einem Tal... und die nächste Grossstadt ist gut 100 km entfernt.

    RFspace NetSDR, R&S EK070 und ESM2/EZK, Yaesu VR-5000 (als Portabel), Icom IC-R8500 tracking with NetSDR, Pappradio, Ant: HDLA -> ASA15, Discone.