Ehemaliger Horchposten im Werra Meißner Kreis

  • [map]http://maps.google.de/maps?t=h…pn=0.005942,0.019312&z=16[/map]


    Info: Quelle Wikkipedia


    Eloka-Stützpunkt: Ungefähr 300 m westlich des Schwalbenthals gab es nahe der Landesstraße „L 3241“, die aus Richtung Schwalbenthal bzw. Stinksteinwand kommend in Richtung Meißnerhaus führt, auch während des Kalten Kriegs von 1948 bis 1992 auf rund 715 m Höhe zwei Abhöranlagen (eine von US-Armee und Bundeswehr gemeinschaftlich betriebene und eine vom Bundesnachrichtendienst; BND) mit mehreren Bauwerken, die in direkter Nachbarschaft standen. Der zuletzt noch verbliebene Betonturm der Bundeswehr, der weithin sichtbare und etwa 80 m hohe „Eloka-Turm“ (Volksmund: „Meißner-Turm“), wurde am 11. November 2002 gesprengt, nachdem sein Abriss jahrelang verschoben worden war. Bauschutt, Fundament und Turmstumpf sind noch vorhanden.



  • Hallo Freunde !
    Der Abhörturm wurde 2003 gesprengt.
    Das ist richtig.
    Wikipedia meint, Turmstumpf und Fundamente wären noch vorhanden, das stimmt aber nicht so ganz....
    Es ist kaum noch etwas übrig geblieben. Fast alle Trümmer wurden abgetragen oder vielleicht unter den Erdhügeln verscharrt.


    Doch; wer suchet der findet ! ;)


    Zunächst der Weg zum Ziel detailliert beschrieben , hoffentlich spannend :)

    Files

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    DonNils schuldet mir noch Geld ... zaster

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  • Der Weg zum Ziel.
    Die ersten Trümmer sehen vielversprechend aus :D

  • Mehr Trümmer, der Blick aufs gesamte Gelände sieht aber nicht nach einer Abhöranlage aus - wir werden sehen !!!

  • Es geht los !
    Auffällige Pfützen - ob dort ein vollgelaufener Tunnel ist, mmmh :icon_question2_1:
    Verschiedene Vegetation, teilweise hügelig... doch Trümmer oder Stücke von Gemäuern sind vorhanden.

  • größere Rohre, Betonreste mit Stahlträgern, Backsteingemäuer...

  • Doch dann !
    Ein Eisenteil guckt aus dem Boden ?!
    Volltreffer !!
    Zur besseren Darstellung des Größenvergleichs ein Autoschlüssel :)
    Und einmal von weiter weg.

  • Bei genauerem Hinsehen findet man auch noch einen Deckel. Wahrscheinlich ein Gullideckel; aber wenn jemand bei dem Deckel andere Vermutungen hat, bitte melden ! :)
    Auch noch weitere Rohre und konkave Betonobjekte liegen auf dem Gelände.

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  • Vielleicht ein kleiner Teil eines Fundamentes.

  • So, nun eine kleine "Höhle" :D
    Und zwei gefundene Dosen...
    ob Cola und Jacky darauf schließen, dass hier mal Amerikaner waren ist gar nicht so falsch ;)

  • Meine Theorie ist, dass nach der Sprengung 2003 und der übrigen Abrissaktionen ( auf Schlapphut's Bildern kann man die Gebäude gut einsehen ) der Großteil des Abraums unter der Erde verscharrt. Hier zwei Hügel .... Jetzt sind Fachmänner gefragt, die anhand der Vegetation mehr sagen können.


    Fazit:
    Das Gelände des Horchpostens ist durchaus interessant.
    Wenn man graben würde man bestimmt auf mehr Trümmer stoßen, aber das man etwas Unterirdisches findet, glaube ich nicht.
    Jetzt sind Fachmänner gefragt, die anhand der Vegetation mehr sagen können.


    Beste Grüße Felix :thumbup:

  • Schöne Bilderserie... nach der Sprengung wurden die Trümmer - wie Du schreibst - einfach auf dem umliegenden Gelände verteilt. Es ist schon beeindruckend, die ehemals existente Anlage zu sehen und nun nur noch Trümmer aufzufinden... Danke für Deine reich bebilderte Ergänzung.
    Das Bild 31 - der Deckel - ist interessant...

  • Nachdem ich einmal am Ort des ELOKA-Turmes auf dem Meißner war, habe ich an verschiedensten Stellen, vor allem aber an der Stelle des Turmstumpfes, Betonbrocken, aber auch Kabel gefunden.

  • Hallo Felix,
    Ich drehe zwar eigentlich nur mit einem Freund einen Film über den Meißner und komme auch eigentlich aus Husum,
    aber aus sehr verlässlichen Quellen weiß ich jetzt auch schon eine Menge über die militärischen Anlagen. Ich kann auch bald mal Bilder posten...

  • Der ELOKA-Turm wurde im Juli 1973 erbaut, mit der Zeit wurde immer wieder angebaut und umgebaut. Fertig wurde der Turm mit 8,3 Metern Durchmesser jedoch nie, es wurde laufend umgebaut. Am Osthang wurden die Bäume gefällt, sodass man in den Osten "freie Bahn" hatte. Man konnte aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse auf dem Meißner (Basaltpanzer, Plateau) ohne weitere Probleme Gespräche auf dem roten Platz in Moskau abhören! Jedoch konnte man, wie sich in den 90ern herausstellte, auch vom Brocken Gespräche auf dem Meißner abhören. Deshalb wurden zu Betriebszeiten im Wald riesige Lautsprecher installiert. Bei wichtigen Gesprächen am ELOKA-Turm wurden diese eingeschaltet, Wanderer wurden dann mit sehr lauter amerikanischer Jazzmusik beschallt. 1990 wurde die Anlage geschlossen, am 11. November 2002 wurde der Turm schließlich nach starkem Rückbau gesprengt. Um 14:30 Uhr fiel der Turm durch 35 Kilo Sprengstoff zu Boden. 2000 Tonnen Beton wurden teils im Boden verscharrt, teils abtransportiert. Nur das 668,25 m³ große Fundament, welches kaum noch sichtbar ist, blieb erhalten. Die Detonation war so heftig, dass Trümmer des Turmes nach seinem Fall in das 105 Meter große Fallbett einen 100 Meter entfernten Container demolierten. Drei Jahre nach der Planung der Sprengung wurde der Turm schließlich gesprengt. Ganze 200 Beschäftigte arbeiteten hier, aus allen Ländern (Japan, China, Amerika...) kamen Leute, die auch teils fremde Gespräche übersetzten.


    Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden! Sollte ich nicht weiter wissen, frage ich nach!

  • Hallo,
    bei einigen Aussagen können falsche Interpretationen bei so manchem Leser hier entstehen.
    Es ist mir nicht bekannt, dass die Bundeswehr und hier insbesondere dann der 1. Zug der FmKp 947 Jazz-Musik über Lautsprecher vom "M eißner Turm" abgespielt hat. Radio Andernach gab es damals hier auf dem Meißner noch nocht. Berichtet wurde aber, dass von amerikanischen Stellungen öfters in den 60er und 70er Jahren Musik über Lautsprecher abgespielt wurde (in Berlin-West soll im Grunewald so eine Stellung gewesen sein). Wenn es also Musik auf dem hohen Meißner gab, dann von den Amerikanern.
    Das Abspielen von lauter Musik sollte einen möglichen Lauschangriff erschweren.


    Auch die die Aussage, dass 200 Beschäftigte aus allen Ländern (Japan, China, Amerika) hier beschäftigt waren, halte ich für ein Gerücht. Bei der Bundeswehr schon gar nicht. Denken wir nur mal an die Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG und für die Eloka war die höchste Stufe des SÜG erforderlich. Und da sollen Chinesen beschäfigt gewesen sein?
    Ggf. war dieser Personenkreis bei den Amerikanern neben der Bundeswehrstellung, aber dann als amerikanischer Staatsbürger und in der Regel war hier bei denen für diese Stellung die Stärke um die 40 Personen.


    Und über das Abhören von Gesprächen auf dem Roten Platz in Moskau gibt es ja schon immer Gerüchte, oft war es der russische Taxifahrer in Moskau der abgehört wurde. Also damals war die Technik noch nicht so weit, dass, wenn sich 2 Russen auf dem roten Platz in Moskau womöglich noch leise unterhalten haben, vom Hohen Meißner dieses Gespräch abgehört werden konnte. Wenn es aber eine Funkübertragung war, also die beiden Russen hätten über Funkgeräte kommuniziert, dann soll so etwas möglich gewesen sein. Es ging hier am Hohen Meißner um das Erfassen von Signalen (Funksignale) und damit natürlich auch das Empfangen von Funksprüchen.


    Übrigens hat User FelixMainz die besagte Cola-Dose fotografiert, siehe Foto P1040424 im Beitrag um 23:05 Uhr :icon_biggrin_1: