Empfangsempfindlichkeit/leistung von RTL-SDR (DVB-T Sticks) gegenüber richtigen Hardware Empfängern.

  • Hi Andreas,


    das sind die typischen Intermodulationsprodukte IP2 und IP3 wenn ein Eingang übersteuert ist. Und bei den Breitband-Sticks kann das Signal, das dafür sorgt. irgendwo im gesamten Frequenzbereich sein. Und dann wird schon mal Rundfunk dorthin gemischt, wo eigentlich gar keiner ist.


    Ich habe in 10 km Entfernung mehrere Rundfunksender mit 80KW und kämpfe mit dem Problem. Bei mir helfen nur extrem gute Filter.


    73 de Roland

  • Hy Roland,


    Ok, man kann ja bei SDR# die Empfangsleistung einstellen, aber wenn ich diese weit genug zurück drehe ist die Empfangsleistung allgemein irgendwie zu wenig. Was sind das den für Filter ? würde mich mal interessieren.



    Grüße,
    Andreas

  • Ich haber mir bei Ebay aus Israel jeweils für den zu empfangenen Bereich enen Bandpass geholt. Sie haben zwar eine gewisse EInfügedämpfung, aber besser, als garnichts hören. Nur die superempfindlichen Vorverstärker kann ich mir jetzt sparen. Denn das Rauschen steigt durch die BPF um ca 0,5 bis 1 dB an.
    Jede Antenne hat jetzt ein eigenes Filter mit Ausnahme meiner AIS, ADS-B und Sendeantennen. Als nächstes werde ich die Filter mit Relais umschaltbar machen, um z.B. die Bereiche bei meiner LogPer umzuschalten.


    73 de Roland

  • Genau genommen handelt es sich selbst bei einem banalen Stecker um ein Zweitor, also um ein elektrisches Netzwerk, welches durch eine Vielzahl von Parametern beschrieben wird. Elektromagnetische Wellen gehorchen anderen Gesetzen, als es der Gleichstrom tut. Dein Eingangssignal ist also nicht einfach etwas Strom, der durch das Kabel fließt, sondern eine elektromagnetische Welle, die sich monomodal in dem Kabel bzw. Stecker ausbreitet. Aus diesem Grund haben Hochfrequenzkabel auch ganz bestimmte mechanische Abmessungen, die Wellenwiderstand und Dämpfung bestimmen. Werden diese Parameter durch Unstetigkeitsstellen im gesamten Übertragungssystem, also z. B. durch Stecker, Knicke im Kabel, etc. gestört, kann es zu Reflexionen, stehenden Wellen und Auslöschungen kommen. Gerade PL-Stecker haben fa überhaupt keinen definierten Wellenwiderstand und sind eher für den Gleichstrombereich (also unter 30 MHz ;) geeignet.
    Das ganze lässt sich zwar mathematisch beschreiben, allerdings ist die theoretische Elekrotechnik und Hochfrequenztechnik da kein Ponyhof.


    Von daher sollte man alles vermeiden, was von den einfach zu überschauenden normierten Systemen abweicht, also Kabel und Stecker der richtigen Impedanz wählen, und die Anzahl der Stecker und die Länge des Kabels minimieren. Nimmt man dann das dämpfungsärmste Kabel mit dem höchsten Schirmmaß, dann kann eigentlich nix passieren. Die reinen Querschnitte des Kabels spielen dann eher im Sendebetrieb eine Rolle, wenn eine hohe Energiemenge transportiert werden muss.


    DVB-T Sticks haben eine Eingangsimpedanz von 75 Ohm und in der Regel einen IEC-Stecker. Wenn der Stick Dein einziger bzw. Hauptempfänger ist, dann solltest Du ein hochwertiges SAT-Kabel verwenden und direkt einen guten IEC-Stecker anbringen. Das Kabel sollte dann direkt zur Antenne durchgehen. Am anderen Ende montierst Du einen F-Stecker und einen einzigen Adapter auf den Anschluss Deiner Antenne. Ansonsten sind N-Stecker das Mittel der Wahl.


    So hast Du eine HF-technisch sauber angepasste Anlage für kleines Geld und kannst bei Kabellängen unter 20m getrost auf einen Vorverstärker verzichten.


    Viele Grüße, Jörg.

  • Ist das bei euch auch so, das zB. im 85MHz bereich teilweise Radio Sender hörbar sind ? Bei mir in Bayern ist die niedrigste frequenz für einen Radiosender 87,6MHz laut Internet, der ist aber 120km Luftlinie von mir entfernt.


    Wenn du starke UKW Rundfunksender abschwächen möchtest, hätte ich etwas für dich. Sind 3 UKW Sperr-Topfkreise, in Reihe montiert auf Blechplatte, aus DDR Produktion:
    [Blocked Image: http://www.antennenservicespre…seum/filter_sk3/sk3_2.jpg]


    Damit lies sich damals 4m störungsfrei empfangen, als es das noch gab, habe ich mir sagen lassen.


    http://www.radiomuseum.org/r/h…tiver_sperrkreis_sk3.html
    http://www.antennenservicespre…sk3/museum_filter_sk3.htm


    Aufgrund des Aufbaus, dämpfen die aber alles oberhalb nicht unerheblich.


    Wenn Interesse -> PN


    73

  • Du müsstest mal nach dem Verkäufer part2go suchen. Er bietet die Teile an.
    Ausserdem bekommt man bei TGN Bandsperren mit F-Anschlüssen, die den Rundfunkbereich um ca 20db absenken.
    Diese helfen je nach Pegel allerdings nur begrenzt.


    73 de Roland

  • Hallo,


    ich bin gerade am Zweifeln, was der Uniden Scanner überhaupt taugt, da ich mit dem RTL-SDR Funkamateure im 2m-Band verständlich hören konnte, die mit dem Scanner gerade mal im Rauschen wahrnehmbar waren.


    Verwirrt und enttäuscht...


    73

  • Ich habe hier 2 alte Handfunkgeräte vom Typ DJ100 und FT50. Mein R820 Stick ist im Bereich 145 Mhz auf etwa gleicher Höhe mit den Handfunkgeräten. Auf 70cm habe ich nur den FT50 zum Vergleich und auch da ist der Empfangsunterschied unerheblich. Wie Hiermur schon schreibt, sind Signale an der "Grasnarbe" durch die praktisch stufenlose Anpassung der Filterbandbreite (in der SDR Software), meist sogar besser lesbar - wie bei den einfachen Empfängerkonfigurationen (Handfunkgeräte, Handscanner ect.).
    Schwierig wird es in der Tat, beim Einmischen von Fremdsignalen. Ich wohne hier ca. 400m von einen UKW Füllsender weg, welcher für die Stadtversorgung gedacht ist. Auch dieser Sender erscheint bei mir im 4m Band, wenn ich die Verstärkung über einen gewissen Pegel (in der Software) aufdrehe. Ich habe in ein kleines Weißblechgehäuse einen Saugkreis (Trimmkondensator + Spule in Reihe vom Antenneninnenleiter zur Masse) eingebaut. Diese Maßnahme dämpft den Ortssender bei mir soweit ab, dass er nicht mehr im 4m Band auftritt.
    Außer dieser einen "Einmischung", welche auch nur im 4m einmalig auftritt, habe ich bisher noch keine weiteren Durchschläge im Empfangsbereich feststellen können.

  • Moin.
    Bei meinem E4000 sehe ich immer mal wieder POCSAG-Aussendunden an Stellen, wo sie definitiv nicht hin gehören. Die Empfindlichkeit ist in Ordnung, wobei mein AR3000 geringfügig empfindlicher ist. Mein FT290R ist deutlich unempfindlicher, das ist aber nicht weiter verwunderlich. ;)


    Viele Grüße, Jörg.

  • Moinsens!



    ....und keine halbbwegs professionelle Funkanwendung benutzt PL-Stecker.
    ...


    Woher weißt Du das? Gibt es dafür irgendeinen Beleg?


    73 & 55

  • Hast Du in den letzen 20 Jahren in einer kommerziellen Anwendung über 100 MHZ PL-Verbindungen gesehen?


    Für die alten FuGs der BOS und KW mag das ja alles ok sein, aber für VHF und UHF-Anwendungen glaube ich nicht, dass das der richtige Platz für PL-Verbindungen ist, auch wenn an manchen Duobandern für 2m eine PL-Buchse verbaut ist.


    Gruß


    SkyWatcher

  • Ein Kurzwellen TRX, oder? Wie gesagt, bis 30 MHz ist nicht das Thema.


    Gerade als Entwickler sehe ich ausser Kostengründen absolut Null Gründe für die Verwendung von PL-Verbindungen.


    Geh mal zu R&S mit Deinem gemessenen Diagramm und erzähle denen, die sollen die N-Buchsen doch bis 1GHz gegen PL-Buchsen tauschen, weil das macht ja gaaar nix aus wenn man es richtig macht...


    Wenn etwas einfach scheisse ist, so darf das auch so bezeichnet werden.


    Thema für mich beendet.

  • Ähem!


    Ich muss mich sehr über a) Deine Wortwahl wundern und den Umstand, dass Du b) meine Frage nicht beantwortet hast.


    Wenn das Deine Art von Kommunikation in einem Forum wie der Sigint-Group ist, weiß ich nicht, ob Du hier richtig bist. Ganz ehrlich!


    73 & 55

  • Hey Leute,
    einfach mal tief durchatmen und sich auf den Frühling freuen!


    Ich denke mal das größte Problem bei PL-Steckern ist neben möglichen Montagefehlern und Feuchtigkeit die Tatsache, dass die auf dem Markt erhältlichen Stecker sehr starken Qualitätsschwankungen unterliegen.


    Wenn man das Resultat messtechnisch überprüfen kann ist das sicherlich in Ordnung, ich hab mir da persönlich die Grenze bei 30 MHz gesetzt, alles andere rüste ich auf N um. Das schützt auch vor groben Verwechslungen.


    Aber vielleicht kehren wir einfach wieder zum Ursprungsthema zurück. :)


    Jörg.

  • Guten Abend.


    Nochmals: Ich hatte Dir, SkyWatcher, eine Frage gestellt, auf die ich keine Antwort bekommen habe. Statt dessen unterstellst Du mir, ich würde irgendwas als supertoll darstellen. Nichts dergleichen habe ich getan.


    Es sollte auch einem Dipl. Ing. möglich sein, sachlich auf gestellte Fragen zu reagieren ohne anderen etwas zu unterstellen - und sich dabei einer angemessenen Wortwahl zu bedienen! Das ist nicht zu viel verlangt - schon gar nicht in einem Thread, oder?


    Macht für Neulinge in der Sigint-Group ein echt tolles Bild, was hier abgeht.... *kopfschüttel*


    73 & 55

  • Mein letzte Posting für heute.


    Nur zur Klarstellung, ich habe Dir überhaupt nichts unterstellt.


    Das "supertoll finden" war auf das Meßprotokoll des Neulings bezogen, ok?


    Laß es einfach gut sein. Ich mag die PL-Stecker einfach nicht, ok? Mein gutes Recht, oder?


    Ich würde gerne noch weitere nützliche Postings hier schreiben, z.B. zum Thema DSD und D-Star.


    Gruß


    SkyWatcher