Suche neue Antenne für SDR

  • Ich vermute, dass die Einspeiseweiche rein passiv aufgebaut ist und problemlos mit etwas höheren Spannungen betrieben werden kann. Schau doch mal rein, ob da Elkos verbaut sind, falls ja, dann steht eine Spannung drauf. Im Zweifelsfall stell mal ein Foto von der Platine hier rein.


    Viele Grüße und euch allen einen guten Rutsch.


    Jörg.

  • Hallo SkyWatcher,


    Beim Kaskadieren von Verstärkern sollte laut der Friis-Formel der rauschärmere Verstärker am Eingang sein, dann kannst Du die gesamte Rauschzahl der Verstärkerkette "drücken". Es kann also gut sein, dass Du unterschiedliche Ergebnisse bekommst, je nachdem wie Du die beiden Verstärker anordnest.


    Ah! Vielen Dank für den Hinweis! Leider hat der FTE-Verstärker einen DC-Blocker integriert - somit kann ich den nur als erste Stufe verwenden.


    Nur der Vollständigkeit halber: Die König Einspeiseweiche wird laut Aufdruck mit 9V, nicht mit 12V gespeist.


    Ich hatte den Aufdruck gar nicht beachtet, sondern vor Inbetriebnahme interessehalber gemessen, was reingeht und rauskommt. Und da du mich jetzt verunsichert hast, habe ich nochmal nachgemessen. ;) Im Leerlauf des Netzteils sind es 12,8V.


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  • Hallo Jörg,


    Ich vermute, dass die Einspeiseweiche rein passiv aufgebaut ist und problemlos mit etwas höheren Spannungen betrieben werden kann. Schau doch mal rein, ob da Elkos verbaut sind, falls ja, dann steht eine Spannung drauf. Im Zweifelsfall stell mal ein Foto von der Platine hier rein.


    Habe deine Nachricht erst eben gelesen.


    Da die Deckel verlötet sind, erspare ich mir das Öffnen. Ich schätze, da wird schon ein kleiner Spannungsregler drin stecken. Die gemessenen 12,8V im Leerlauf stammen von dem mitgelieferten Netzteil, auf dem auch tatsächlich 9V, 100mA steht. Aber das wird sicherlich ungeregelt sein.


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  • Hallo Hiermur,
    Eigentlich macht ein Spannungsregler in der Einspeiseweiche gar keinen Sinn. Auf dem Kabelweg gibt es Verluste, warum sollte man da vorher regeln. Gib doch einfach mal verschiedene Spannungen auf den Eingang und miss nach, was hinten raus kommt. Die Steckernetzteile haben in der Regel nur einen Gleichrichter und einen Sieb-Elko, der sich ohne Last auf die Spitzenspannung auflädt, von daher passt das. Wenn ein Regler verbaut wäre, dann würde die Einspeiseweiche auch im Leerlauf spürbar betriebswarm werden.


    Viele Grüße, Jörg.

  • Guten Abend,


    ich habe gerade versucht einen PGA-103 Bausatz, mit der König Einspeiseweiche, fern zu speisen. Dazu habe ich den Kondensator am Ausgang überbrückt. Leider möchte der PGA-103 etwas mehr Strom haben, als die König-Einspeiseweiche liefern kann - nämlich etwa doppelt so viel :-(
    (Siehe Datenblatt)


    Die Spannung am Ausgang der Einspeiseweiche geht auf etwas über 1V in die Knie. Mit dem Wentronic- und FTE- Verstärker in Serie, liegt sie ziemlich exakt bei 5V. Ergo muss des Reglers Strombegrenzung seine Arbeit verrichten.


    Somit kann ich auszuschließen, dass der Wentronic Inline-Verstärker einen PGA-103 verwendet. (Es hat sich auch, nach vielen hin- und her-Tests, herausgestellt, dass der den PGA nicht toppen kann - zumindest auf 2m nicht.)


    Nun habe ich mich nach einer Einspeiseweichen umgeguckt, die mehr Strom liefern können, und bin auf zwei Produkte von Axing gestoßen (TZU 15-01 und -02). Hier das Datenblatt


    Die BK-Variante ist günstiger und würde für meine Bedürfnissen reichen. Spricht etwas dagegen? Hat jemand von euch Erfahrungen mit den Produkten von Axing? Oder kennt jemand von euch bessere Alternativen zur Fernspeisung?


    tnx & 73


    Edit: Stabilisierte 5V Netzeile zur Speisung habe ich.

  • Hallo zusammen,


    gestern kamen meine restlichen Teile an und ich habe gleich ein mal losgelegt.


    Den LNA und den DC-Blocker habe ich innen an die Durchführung geschraubt,die Weiche hängt direkt am Empfänger. Den Dämpfungsregler habe ich dort auch mit verbaut, mittlerweile aber wieder entfernt. Zum Schluß noch das Netzteil eingesteckt und es konnte losgehen.


    Von der Leistung des LNA/Setups bin ich etwas verwundert. Wenn ich in SDR# den Gain auf -1 dB stelle, bekomme ich einige Signale relativ gut herein. Als Beispiel nehme ich hier mal das 4m Band. Andere jedoch, die sich in dem selben Bereich befinden, so gut wie garnicht. Hierbei handelt es sich um Signale die vorher auch schon schlechter zu empfangen waren, soweit also nicht sonderlich verwunderlich. Da hilft nur den Gain anzuheben. Wenn ich diese Signale ausreichnd stark empfangen will. muss ich den Gain soweit erhöhen wie vorher, ohne LNA, auch. Allerdings habe ich schon bei -1 dB Störungen mit drinnen, weswegen es nicht wirklich eine Verbesserung darstellt. Ich hänge unten noch mal einen Screenshot davon an. (Aufgenommen mit -1dB)


    Im 2m Band hat sich der Empfang sogar verschlechtert, hier ist ein Signal welches vorher stark rein kam nur noch schwach zu Empfangen. Etwas darüber, so um 150MHz habe ich hingegen einen deutlich besseren Empfang und auch Signale, welche ich vorher nicht Empfangen habe kommen gut rein. Auf 70cm ist der Empfang wieder schlechter als ohne LNA, alles mit den gleichen Einstellungen versteht sich...


    Evtl habe ich ja bei der Montage etwas falsch gemacht oder eine wichtige Einstellung übersehen, über Hilfe würde ich mich seh freuen!


    Schönen Sonntag euch allen.


    Gruß Tim

  • Du musst bedenken, dass Du Dir mit Deiner Discone natürlich auch alle Störungen in der Umgebung perfekt einfängst. Schaltnetzteile, besonders Notebook-Netzteile, Rechner, Energiesparlampen, etc. etc. All das stört z.T. wunderbar und sorgt eben auch für die "Gartenzäune", besonders im 2m-Band, aber auch im 70cm-Band. Hier hilft nur, die Antenne so weit weg von potentiellen Stören zu plazieren wie möglich.


    Wenn ich die kleine DVB-Antenne anschließe und neben das Notebook stelle, dann habe ich ebenfalls deutliche Störungen im Spektrum. Mit meiner Aussenantenne habe ich so gut wie keine Störungen. Allerdings ist hier um mich rum auch nicht viel an Elektronik. Die angrenzenden Häuser stehen leer und mein Vermieter ist ein älteres Semester und hat nicht mal einen PC. Ausserdem sind keine starken Rundfunksender o.ä. in der Nähe.


    Wenn Du schreibst, dass Deine Zuleitung nach der Fensterurchführung nur 2m lang ist, dann vermute ich, dass die Antenne relativ nah am Haus steht.


    Zu der manuellen Gain-Einstellung kann ich sagen, dass Du wohl ungefähr 10-20dB einstellen musst in SDR# für einen vernünftigen Empfang. Natürlich verstärkt das auch die "Rauschwolke", in der Du (Deine Antenne) Dich befindest. Ist diese schon sehr "dicht", dann ist das ein Problem.


    Am Besten hörst Du mal auf einem 2m oder 70cm Amateurfunk-Relais in Deiner Nähe rein und nutzst das Signal zum Einstellen Deines internen Gains (bei angeschlossenem Vorverstärker). Den Gain langsam erhöhen, bis sich das Nutzsignal nicht mehr vom Hintergrundrauschen abhebt und dann auf das Audiosignal achten. Wenn dessen Rauschen sein Minimum erreicht hat, aufhören den Gain hochzudrehen. Bei meinem Setup ist das Optimum bei 29dB. Diese Einstellung funktioniert eigentlich über den gesamten Frequenzbereich gut bei mir. Allerdings ist meine Antenne relativ klein, so denke ich, dass Du bei Dir die Verstärkung nicht so weit hochdrehen musst. Wie oben schon erwähnt, vermute ich mal 10-20dB.


    Zum Thema Sinn- und Unsinn von Vorverstärkern habe ich hier noch was gefunden. Wie bereitse erwähnt, kann man mit entsprechender Anordnung der Verstärkerkette die Rauschzahl drücken. Der Vorverstärker im E4000 hat wohl eine Rauschzahl von ca. 4dB. Bei Verwendung eines sehr rauscharmen Vorverstärkers kann hierdurch das S/N verbessert werden.


    http://funcubepro.wordpress.co…19/the-noise-figure-trap/


    Hier habe ich auch nochmals eine anschauliche Grafik gefunden, die den Effekt verdeutlicht:


    [Blocked Image: http://www.qsl.net/va3iul/Noise/noise_files/image005.jpg]


    Der Wentronic-Vorverstärker ist mit max. 5dB Rauschen angegeben und hierzu wohl nicht die erste Wahl. Dennoch möchte ich nicht ausschliessen, dass das Rauschen in manchen Frequenzbereichen deutlich drunter liegen kann und so einen positive Auswirkung auf das S/N hat. Wäre mal interessant den Verstärker mit einem Network Analyzer durchzumessen.


    Gruß


    SkyWatcher

  • SkyWatcher welchen verstärker würdest du denn empfehlen??
    ich habe gerade geschaut, mein Axing verstärker ist bei kleiner gleich 8db, die SVS Reihe mit 6-8db auch nicht gerade super.
    so gesehen ist der Wentronic mit 5db doch garnicht so schlecht.
    Die 5V Variante sogar bei nur 3db.
    Kann ich leider nicht nutzen da ich 12V Betriebsspanung habe =(


    Gruß Micha

  • Den Wentronic Verstärker für 5-2300 MHz habe ich gewählt, weil ich ihn neben VHF/UHF auch für ADS-B einsetzen wollte. Für die paar Euro und das maximale Rauschmaß von 5dB ist der Verstärker für den Preis unschlagbar. Wie schon erwähnt kann es durchaus sein, dass der Verstärker bei niedrigeren Frequenzen ein deutlich besseres Rauschmaß besitzt und sich so eventuell auch positiv auf das Rauschen der geamten Verstärkerkette auswirkt.


    Was mir persönlich an der 5-2300 MHz Version noch gefällt sind die 5V Versorgungsspannung. Dadurch kann ich die König-Einspeiseweiche mit IEC-Steckern verwenden. Obwohl überall der Frequenzbereich 5-1000 MHz angegeben ist, funktioniert die Steckverbindung auch für höhere Frequenzen einwandfrei. 1090 MHz und das 23 cm Band sind bei mir kein Problem. Die Verkabelung ist halt einfach etwas komfortabler als mit den F-Schraubverbindungen. ;)


    Wenn du jetzt eh schon 12V einspeist, dann würde ich zur 5-2300 MHz Version greifen. Wenn man sich jetzt nur für VHF/UHF interessiert, oder für ADS-B einen eigenen Antennenpfad hat, dann bietet sich die 5-862 MHz Version mit 3,5 dB an.



    Hier nochmals die beiden Versionen des Inline-Verstärkers, damit jeder einen Überblick hat:


    Frequenzbereich 5-862 MHz
    75 Ohm
    max. 3,5 dB Rauschmaß
    18 dB Verstärkung
    Versorgungsspannung 5 V/25 mA


    Frequenzbereich 5-2300 MHz
    75 Ohm
    max. 5 dB Rauschmaß
    18 dB Verstärkung
    Versorgungsspannung 5 V-18 V/25 mA



    Gruß


    SkyWatcher