BND-Liegenschaften

  • BND-Liegenschaft "Reitstall", auf dem
    Standortübungsplatz Hohenpeissenberg-Guselried.
    47°49'20.03"N 11° 2'24.82"O
    http://www.geodaten.bayern.de/…98630&layer=DOP&step=0.25
    Karte:
    http://www.geodaten.bayern.de/…w=5298630&layer=TK&step=1
    Der StOübPl wird von der nahgelegenen Luftlande/Luftransportschule Altenstadt
    genutzt.
    Auszug aus: Bedingt Dienstbereit/ Norbert Juretzko Seite 93/94:
    [i]"Wir fuhren über Weilheim nach Peissenberg. Dort, in der Nähe, war unser Ziel - das BND Objekt "Reitstall". Mitten im Wald ein Schild mit der Aufschrift "Sicherheitsbereich", Betreten verboten, Fotografieren verboten. Dann eine rot-weisse Schranke. Ungefähr einen Kilometer entfernt lag der "Reitstall". Der gesamte Bereich war mit 2, 50 Meter hohen Zaun, Stacheldraht und Kameras abgesichert. Das Objekt liegt/lag neben einem Bundeswehrübungsplatz und war bereits zu Gehlens Zeiten für Schulungen und konspirative Treffen genutzt worden.../i]


    Ob das Objekt noch genutzt wird ist aber unklar!

  • Mal zwei Fragen an Bob und rx0:


    Bei den Angaben über Liegenschaften wie macht Ihr das?


    Wird bei einem Tipp auf Bayern Viewer auf der Karte bzw. auf dem Luftbild so lange gesucht bis bei einer Liegenschaft eine Umfriedung/Zaun gefunden wird? (Hier jetzt insbesondere Kirchseeon -Lagerhallen- und Unterschleißheim -Mühlberg- angesprochen)


    Oder habt Ihr eine „Quelle“ die Euch sagt, da ist was? Da sollte aber die „Quelle“ auf Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit bewertet werden und auch der Inhalt sollte auf Glaubhaftigkeit bewertet werden.


    Zweite Frage:
    Bei Mühlberg und dem Beitrag auf lostplaces.de über die Sendeanlage Erching komme ich verstandesgemäß nicht mit. Was hat „Mühlberg“ bei Unterschleißheim mit der Sendeanlage in Erching zu tun?

  • Noch keine Antwort auf meine Fragen. Verstehe, am Wochenende arbeiten die „Agenten“ nicht.


    Bleiben wir bei dem Objekt von rx0, ich kenne Oberschleißheim und Unterschleißheim. Zwar war ich noch nicht bei dem genauen Ort den rx0 hier angibt, aber es müsste das Wasserwerk von Unterschleißheim sein. Hier wird Wasser aus 5 Brunnen gefördert.
    Den Zusammenhang mit dem Sender in Erching, den Bob anspricht, kann ich aber immer noch nicht erkennen. Wird hier vielleicht die Gemeinde Eching, die ja neben der Gemeinde Unterschleißheim liegt, mit dem Weiler Erching bei Hallbergmoos verwechselt? Der Sender war gleich neben dem Schlossgut Erching bei Hallbergmoos und wenn die Fotos in dem Artikel auf lostplaces.de mit der Luftaufnahme von rx0 verglichen werden, wird man feststellen, dass Beides nicht das Selbe sein kann.


    Zu Kirchseeon: Es wird doch von einem Depot Lagerhallen gesprochen. Ein Depot bzw. Lagerhallen bedeuten aber in der Regel überdurchschnittlichen Kfz-Verkehr, sonst benötigt man ja kein Depot bzw. keine Lagerhallen.
    Wenn jetzt die Luftaufnahme von Bayern Viewer auf Näher gezoomt wird, kann man feststellen, dass nur ein sehr schmaler Weg in das Grundstück führt und in der Mitte sogar ein Grünstreifen. Dieses bedeutet, dass der Weg noch nicht einmal asphaltiert bzw. anderweitig befestigt ist. Auch ist er so schmal, dass nur ein normaler Pkw hier fahren kann. Ich kenne die Gegend etwas durch Radtouren. Es ist ein Moorgelände und es stehen ein paar Einfamilienhäuser hier.


    Die kleine Firma (ich glaube Holzspielzeugherstellung) schreibt in ihrer Wegbeschreibung: Bitte halten Sie sich rechts Richtung Grafing / Rosenheim. Unmittelbar nach dem Abbiegen (nach ca. 10 m) fahren Sie rechts auf eine Schotterstraße und folgen dem Schild „Autoverwertung“ (auch wenn die Durchfahrt hier nur für Anlieger gestattet ist)
    Weiter geradeaus und an der T-Kreuzung links abbiegen. Von der Kreuzung sind es noch etwa 200 m bis zum Parkplatz auf der linken Seite. Das Büro befindet sich gegenüber in der Produktionshalle im 1. Stock.


    Das heißt, es sind kaum befestigte Straßen vorhanden und die sind in einem sehr schlechten Zustand und außerdem so schmal, dass sich keine Pkw begegnen können (von einer Autoverwertung habe ich übrigens nichts in Erinnerung). Dies kann nur an Ausweichstellen geschehen.
    Auch ist der Zaun der auf der Karte bei Bayern Viewer zu sehen ist, ist kein Sicherheitszaun. Der wäre mir beim Radfahren bestimmt aufgefallen. Es ist ein ganz normaler Weidezaun.
    Es gibt hier auch irgendwo eine Versuchsstation der Landesanstalt für Landwirtschaft, vielleicht ist es das.

  • Hallo Heinrich W.
    rx0 sprach von besagter Anlage:
    http://www.geodaten.bayern.de/…347410&layer=DOP&step=0.5


    Und das sind die Infos dazu:
    1953 wurde in der Nähe von Erching in Bayern (ca. zwanzig Kilometer nördlich von München) ein Langwellensender mit einem 256m hohen Mast aufgebaut.....
    Quelle:
    http://www.lostplaces.eu/cms/content/view/147/33/


    Da gab es noch eine Anlage auf dem Flugplatz Oberschleißheim
    http://www.geodaten.bayern.de/…344970&layer=DOP&step=0.5
    Darüber findet man aber nichts im Netz.
    Das war damals eine Empfangsanlage von Radio Liberty.
    Steht das Teil jetzt eingentlich leer?


    Kirchseeon:
    100% würde ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.
    Dafür haben wir ja das Forum hier um eventuell Licht ins Dunkel
    zu bringen.
    Freunde aus der Gegend haben sich damit beschäftigt. Will mir aber selbst
    auch noch ein "Bild" davon machen. In der Dorfkneipe gab es auch
    Gerüchte....
    Kann auch sein, das das Depot inzwischen Geschichte ist.
    Ein Depot oder Lagerhallen des BND darf man vom Verkehr her nicht mit einem
    "normalen" Depot vergleichen. Da wird es wohl ruhiger zugehen, glaube ich.


    Grüsse und danke für deine
    konstruktive Kritik,
    Bob

  • Hallo,


    ja, das ist mir schon klar was rx0 gemeint hat, ich wollte mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, dass dieses Objekt aber nichts mit dem Sender in Erching zu tun hat.
    Oft wird Erching mit der Gemeinde Eching bei Unterschleißheim verwechselt. Dieses Erching liegt ganz woanders und somit ist auch der Sender ganz woanders gewesen.


    Was rx0 zeigt ist eigentlich das Wasserwerk von Unterschleißheim, ob es auch das diesbezügliche Depot ist, kann ich nicht sagen.


    Zum Flugplatz Oberschleißheim:
    Hier war eine Empfangsanlage von Radio Liberty. Diese ist schon lange stillgelegt, die Antennen sind demontiert und die Gebäude waren danach leer. Was jetzt mit den Gebäuden ist und wer hier „wohnt“ kann ich nicht sagen. Die Zaunanlage bestand aber noch vor einiger Zeit.


    Zu Kirchseeon:
    In Kirchseeon gibt es ein Depot. Hier war die Bundeswehr bis Anfang der 90er Jahre auch mit Mob-Stützpunkten vertreten. U. a. waren hier stationiert: 1 Krankenwagenkompanie, 5 Krankentransportzüge, 2 Reservelazarettgruppen, 2 Medizinische Untersuchungsstellen.
    Nach der Aufgabe durch die Bundeswehr soll hier der Zoll die Nutzung des Depots übernommen haben (sagen die Anwohner). Angeblich sollen hier sichergestellte Waren/Güter des Zolls gelagert gewesen sein bzw. noch eingelagert sein. Das Depot existiert noch und ist auch noch mit einem Sicherheitszaun umgeben der teilweise mit einem Sichtschutz verhangen ist.


    Ich will auch nicht groß Kritik üben, sagen wir, ich möchte zum Denken/Überdenken mancher Aussagen anregen. Mir persönlich würde es nicht sehr gefallen, wenn auf meinem Grundstück ein paar Personen umherlaufen und das „Depot“ suchen nur weil ich auch einen Zaun um mein Grundstück habe und dies im Internet mit Bild zu finden ist. Ich denke, jemand dem vielleicht noch nicht einmal bekannt ist was BND bedeutet, hat genauso wenig Freude daran wenn Fremde sein Grundstück begutachten.
    Und das einige dann „schauen“ gehen, wenn sie hier entsprechende Beiträge gelesen haben, dürfte auf der Hand liegen.

  • Etwas über Guselried:
    Es war Mitte/Ende der 80er Jahre geplant für die FlaRakGrp (Flugabwehrraketengruppe) 22, damals noch als FlaRakG (Flugabwehrraketengeschwader) benannt, eine PATRIOT IRS-Doppelstellungen neu zu errichten in Guselried, Lechfeld und Kaufbeuren. Verwirklicht wurde nur die Stellung auf dem Lechfeld.


    Guselried ist ein kleiner Standortübungsplatz der als Militärischer Sicherheitsbereich deklariert und beschildert ist, abseits von Kasernen und anderen militärischen Unterkünften und liegt nördlich von Hohenpeißenberg auf einer Höhe von 700 bis 750 Meter. Hier waren die Bürgerinitiativen so stark, dass die Gerichte bemüht wurden. Die Kläger führten Gesundheitsschäden durch die Radarstrahlung, Veränderung der Hirnströme und erhöhte Missbildungsrate bei Neugeborenen an. Ferner wurde aufgeführt, bestehe die Gefahr von Selbstzündung der Raketensprengköpfe durch elektromagnetische Impulse von dem Radio und Fernsehsender Hohenpeißenberg. Außerdem sollte an der Stelle auf dem Hohenpeißenberg, wo viele Jahre eine große US-Richtfunkstellung vorhanden war, eine Relaisstellung für den FlaRak-Richtfunk entstehen, welche auch wiederum eine Gefahr darstelle. Nach Aufgabe der Fernmeldestellung durch die US-Truppen (auf alten Postkarten und auf Internetseiten ist diese Stellung mit dem Turm noch zu sehen) und Demontage des Gittermastturmes hat die Bundeswehr diese Liegenschaft übernommen. Hier werden gelegentlich Fernmelde-/Elokaübungen durchgeführt.
    Die Entscheidung über den Standortübungsplatz Guselried führte dann aber die politische Entwicklung, nämlich die Wiedervereinigung Deutschlands, herbei. Guselried sollte kein FlaRak-Standort für die 1. und 2. Staffel werden. Die 1. und 2. Staffel bekamen eine FAST in Dornstetten südlich von Landsberg.


    Der Standortübungsplatz ist heute noch erhalten.

  • [quote author=Heinrich Wilhelm link=topic=21.msg421#msg421 date=1200159149]
    Mal zwei Fragen an Bob und rx0:


    Bei den Angaben über Liegenschaften wie macht Ihr das?
    [...]
    Oder habt Ihr eine „Quelle“ die Euch sagt, da ist was? Da sollte aber die „Quelle“ auf Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit bewertet werden und auch der Inhalt sollte auf Glaubhaftigkeit bewertet werden.
    [/quote]


    In dem Falle war es - wie ich auch schrieb (man beachte das "?" und das "ggf.") handelte es sich dabei um keine gesicherte Information sondern viel mehr um eine (ungeschickt formulierte, mea culpa) Frage. Die Quelle war der Fahrer eines örtlichen Transportunternehmens der seiner Aussage nach öfter mal dort beruflich vorbei gekommen ist, allerdings konnte er keine wirkliche Ortsbeschreibung liefern die für mich verständlich war (es gab da so gewisse Sprachbarrieren zwischen Urbayer und Nordlicht, und meinen Flieger wollt ich dann doch nicht verpassen ;), deswegen habe ich etwas rumgesucht.
    Dank dir wissen wir nun aber auch das es das Wasserwerk ist...


    [quote author=Heinrich Wilhelm link=topic=21.msg421#msg421 date=1200159149]
    Zweite Frage:
    Bei Mühlberg und dem Beitrag auf lostplaces.de über die Sendeanlage Erching komme ich verstandesgemäß nicht mit. Was hat „Mühlberg“ bei Unterschleißheim mit der Sendeanlage in Erching zu tun?
    [/quote]


    *Das* wiederrum verstehe ich auch nicht so ganz...


    QRT,
    d

  • [quote author=Bob link=topic=21.msg443#msg443 date=1201157118]
    Habe ich da Fisch mit Fleisch verwechselt.... ?:-\
    [/quote]


    Ja, aber es sei dir verziehen ;) . Das Objekt "Mühlberg" ist wie Kirchseeon ("Lagerhallen") ein Depot in/bei Unterschleissheim. Mal sehen wann ich wieder nach Ush komme, vielleicht kann ich dann auch etwas fundierteres Berichten...


    QRT,
    d

  • Zu Kirchseeon habe ich noch eine Information von „Ortseinheimischen“.
    Das von mir angesprochene Depot in Kirchseeon, dass bis ca. 1993 von der Bundeswehr genutzt wurde, verfügt über 4 große Lagerhallen. Von den 4 Lagerhallen war 1 Lagerhalle in der letzten Zeit separat mit einem Sicherheitszaun umfriedet, als ob hier ein „anderer Nutzer“ wäre. Die anderen 3 sind noch unverändert: Sicherheitszaun und stellenweise Sichtschutz am Zaun.
    Ob hier der BND der Nutzer ist, kann aber auch nicht 100 % bestätigt werden. Die Anwohner sprechen vom „Bund“ bzw. vom „Zoll“ als Nutzer.



    Zu Schleißheim (Oberschleißheim, Unterschleißheim): Auf Wikipedia ist aufgeführt „Depot in Schleißheim“. Es gibt aber keinen Ort Schleißheim, es gibt nördlich von München nur Oberschleißheim oder Unterschleißheim.
    Vielleicht gibt es noch einen Ort Schleißheim irgendwo in Deutschland, in Österreich gibt es noch ein Schleißheim (hier wird der BND aber kaum ein Depot unterhalten).
    Es kann aber auch nicht zu 100 % bestätigt werden, dass beim Wasserwerk das BND-Depot nicht ist. Diese genaue Örtlichkeit ist mir nicht bekannt.

  • Ja, das ist immer noch so wie in alten Zeiten. Wo erfährt man am meisten? In der Kantine, in der Gastwirtschaft, beim Bäcker und besonders beim Friseur im Ort (da ist mehr Zeit zum Reden).

  • Die BND-Aussenstelle "Amt für Schadensabwicklung" in Berlin ist gefunden worden 8)
    Die befindet sich wahrscheinlich in der Tulpenstrasse 1. 10117 Berlin
    GE: 52°30'46.25"N 13°23'9.53"O
    Die Aussenstelle bekam 2006 durch eine Firma "Sichtschutz und Verdunkelung der Fenster"
    für 26 000 €
    Quelle:
    http://www.application-partner…erenzliste_NEU_gesamt.pdf
    (Seite 3)

  • [quote author=Bob link=topic=21.msg462#msg462 date=1201531596]
    Die BND-Aussenstelle "Amt für Schadensabwicklung" in Berlin ist gefunden worden 8)
    [/quote]


    Welche Quelle ordnet das Amt eigentlich dem BND zu?


    QRT,
    -d

  • Diese Frage stelle ich mir auch schon seit längerem - auch bei anderen Objekten!
    Einzige Quelle für das "Amt für Schadensabwicklung" ist momentan nur Wikipedia.
    Und da ist bekanntlich nicht alles Gold was glänzt.....
    http://www.bund.de/, dort findet man aber auch nichts dazu.
    Sollte es die Behörde offiziell geben, müsste sie eigentlich irgendwo eingetragen sein?
    Vielleicht bringt das Forum ja eines Tages Licht ins Dunkel ::)

  • [quote author=Bob link=topic=21.msg466#msg466 date=1201589156]
    Diese Frage stelle ich mir auch schon seit längerem - auch bei anderen Objekten!
    [/quote]


    Bei welchen anderen Objekten oder Ämtern gibt es denn noch unklarheiten? Ggf. können wir das hier ja etwas sammeln und klären...


    [quote author=Bob link=topic=21.msg466#msg466 date=1201589156]
    Einzige Quelle für das "Amt für Schadensabwicklung" ist momentan nur Wikipedia.
    Und da ist bekanntlich nicht alles Gold was glänzt.....
    http://www.bund.de/, dort findet man aber auch nichts dazu.
    Sollte es die Behörde offiziell geben, müsste sie eigentlich irgendwo eingetragen sein?
    Vielleicht bringt das Forum ja eines Tages Licht ins Dunkel ::)
    [/quote]


    Und in Wikipedia selbst fehlt jegliche Referenz auf belegbare Quellen, nunja.
    Das Portal bund.de enthält lange nicht alle Ämter/Behörden "wo gibt", denn es dürften an der Zahl so 500-600 sein. Wenn ein Amt nur Augaben im Innendienst hat muss es zwangsläufig auch keine Informationen darüber im Internet geben.