BND-Liegenschaften

  • Da fehlen jetzt aber einige Antennen (beim Vergleich mit Fotos aus den 70er/80er und 90er Jahren). Dafür hat der Turm jetzt ein "Panorama-Restaurant" :icon_biggrin_1: (darüber gab es schon eine Info hier im Forum - Zu Tarnzwecken würde sich eine Speisekarte des Turmrestaurant im Netz auch gut machen).


    Schön aber, dass die ehem. Radarstelle der Bundeswehr weiter lebt.


    Gruß
    Jäger


  • http://www.bbfc.de/WebObjects/Medienboar…s,de,no=023-096


    Das ehemaligen "Objekt" am Föhrenweg steht leer und wird jetzt als Kulisse vermietet. Wäre doch ein schönes Umfeld - was meint ihr?


    Sehr schön, auch der ehemalige Aktensicherheitsraum mit Handy-Verbotsschild. Ich glaube als Kulisse ist das zu teuer, aber wir können uns ja im Isarbräu treffen, am besten Mittwochs :icon_biggrin2_1:

  • Die Niederlassung des BND in Stuttgart befindet sich im Eibseeweg, habe ich gedacht. Schwachsinn


    Diese durchaus dumme Tarnung ist relativ oberflächlich, es gibt keinen Eibsee in Stuttgart, nur einen Max Eyth See.


    Die Niederlassung befindet sich oberhalb des Max Eyth See im Gebäuder der Deutschen Rentenversicherung. Völlig unauffällig, niemand schöpft Verdacht, auch kann man das ganze Gebäude unmöglich durchkämmen, ohne seine Absichten klar zu bekennen.

  • Hallo,


    ich habe etwas, was aber noch weiteren Klärungsbedarf hat.
    Wir müssen aber „technisch“ gute 30 Jahre zurück denken.


    Die alteingesessenen User hier können sich sicher noch an die Fragestellung erinnern, wo in Pöcking der BND war. Erich-Schmidt-Eenboom oder war es die SZ, soll ja auch etwas über Pöcking gesagt haben.
    Nun dachte man zuerst, ein Schreibfehler, es muss Pocking heißen. Pocking liegt in Niederbayern im Landkreis Passau. Hier gab es von der Bundeswehr einen Standortübungsplatz. Auf diesem war eine Art Wullenweberanlage, die aber den Amerikanern gehörte. Auf alten Karten und Luftaufnahmen war die Örtlichkeit noch zu erkennen. Heute nichts mehr. Aber diese Örtlichkeit wurde dann doch ausgeschlossen.
    Zurück zum Landkreis Starnberg, hier liegt nämlich die Gemeinde Pöcking. Auf diesem Gemeindegebiet liegt auch eine Bundeswehrkaserne und nördlich hinter dieser Kaserne liegt der Standortübungsplatz. Aber das wurde von verschiedenen Quellen bestätigt, alles rein Bundeswehr.
    Also sagten wir uns hier im Forum, da wurde Söcking mit Pöcking verwechselt. Söcking ist ein Stadtteil von Starnberg.
    Nun war aber an den Aussagen von Erich-Schmidt-Eenboom bzw. der SZ immer etwas dran, also sollte auch an Pöcking etwas dran sein.


    Vor einigen Tagen habe ich mit einem älteren Starnberger Bürger gesprochen, Thema war das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr, so wurde auch die Aufgabe der Kaserne (Fernmeldeschule) in Feldafing und die Sanierung der Kaserne in Pöcking-Maxhof angesprochen. In diesem Zusammenhang sagte mein Gesprächspartner, dass früher, so Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre ein Antennenfeld an der Bundesstraße 2 südlich von Starnberg, also bereits Gemeinde Pöcking, war. Er konnte sich nur noch vage erinnern, es sollen Holzmasten gewesen sein, Größe wie ein Telegrafenmast. Was aber auffällig war, waren weiße Trichter am Boden.


    So, wie er die Holzmasten beschrieben hat, kannte ich eine sehr große Anlage bei Maisach/Überacker. Hier waren an die 60 bis 80 Masten, kleine bis sehr große. Es war eine Empfangsanlage für eine US-Einrichtung.


    Und jetzt machte es bei mir Klick. Ich kann mich auch leider nur noch vage erinnern (ist immerhin schon ca. 30 Jahre her), dass ich auf einer Fahrt in den Pfaffenwinkel über die B 2 auf einer Wiese einige weiße Trichter bzw. so eine Art Lüftungskanäle gesehen hatte. Es war nur Wiese, keine Gebäude, und diese weißen Gerätschaften lagen auf der Wiese verteilt, an Antennenmasten kann ich mich aber nicht erinnern. Sie sahen in etwa so aus wie Lüftungskanäle, die man aus der Industrie kennt, die aber gebogen waren und eben in weiß. Mein erster Gedanke war, was soll das hier, will ein Landwirt hier Regenwasser auffangen. Ich kann mir bis heute keinen Reim auf diese Teile auf der Wiese machen.


    Das wäre jetzt etwas für unsere Antennenspezialisten. Was für einen Zweck könnte es, wenn überhaupt, so etwas gehabt haben. SAT-Schüsseln gab es damals so noch nicht. Jemand sagte mir, es könnte vielleicht mit der Ionosphäre oder Troposphäre in Verbindung stehen.

  • HW,



    Vor einigen Tagen habe ich mit einem älteren Starnberger Bürger gesprochen, Thema war das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr, so wurde auch die Aufgabe der Kaserne (Fernmeldeschule) in Feldafing und die Sanierung der Kaserne in Pöcking-Maxhof angesprochen. In diesem Zusammenhang sagte mein Gesprächspartner, dass früher, so Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre ein Antennenfeld an der Bundesstraße 2 südlich von Starnberg, also bereits Gemeinde Pöcking, war. Er konnte sich nur noch vage erinnern, es sollen Holzmasten gewesen sein, Größe wie ein Telegrafenmast. Was aber auffällig war, waren weiße Trichter am Boden.


    So, wie er die Holzmasten beschrieben hat, kannte ich eine sehr große Anlage bei Maisach/Überacker. Hier waren an die 60 bis 80 Masten, kleine bis sehr große. Es war eine Empfangsanlage für eine US-Einrichtung.


    Und jetzt machte es bei mir Klick. Ich kann mich auch leider nur noch vage erinnern (ist immerhin schon ca. 30 Jahre her), dass ich auf einer Fahrt in den Pfaffenwinkel über die B 2 auf einer Wiese einige weiße Trichter bzw. so eine Art Lüftungskanäle gesehen hatte. Es war nur Wiese, keine Gebäude, und diese weißen Gerätschaften lagen auf der Wiese verteilt, an Antennenmasten kann ich mich aber nicht erinnern. Sie sahen in etwa so aus wie Lüftungskanäle, die man aus der Industrie kennt, die aber gebogen waren und eben in weiß. Mein erster Gedanke war, was soll das hier, will ein Landwirt hier Regenwasser auffangen. Ich kann mir bis heute keinen Reim auf diese Teile auf der Wiese machen.


    da hast du mir ja wieder so etwas ausgegraben! In Maisach/Überacker war die Receiving Station der VoA/RIAS, dort wurden verschiedenste Antennentypen eingesetzt um Feeds für die Voice of America aus dem Ausland zu empfangen. Ich glaube ich habe da ein Bild u.a. mit Rhombischen Antennen im Kopf, aber auch einige andere.
    Was nun an der B2 war - das ist eine sehr gute Frage. Von der Beschreibung her waren es Antennen mit einem sehr steilen Einfallswinkel, das deutet schon darauf hin das man in der Ionosphäre gearbeitet hat. Von der Beschreibung her klingt das etwas nach Horn-Antennen, allerdings kenne ich die eher horizontal installiert als vertikal, allerdings bin ich nun auch wirklich kein Antennen-Spezi. Vorstellen könnte ich mir z.B. das man mit den Antennen die Ausbreitungsbedingungen in der Ionosphäre erforscht hat (z.B. um Zahlensender-Austrahlungen an das Funkwetter anpassen zu können) oder das es sich dabei um einen Test-Aufbau gehandelt hat...

  • Zuerst noch etwas zur „Stimme Amerikas“, wie auch die Empfangsanlage bei Überacker im Sprachgebrauch von Insidern bezeichnet wurde.
    Örtlichkeit dieser imposanten Antennenanlage:
    Im Norden und Westen war die Grenze der Ortsteil Überacker der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck, sowie im Norden die Weiler Fußberg und Thal. Im Süden der Ortsteil Gernlinden mit Gernlinden-Ost, der ebenfalls zur Gemeinde Maisach gehört.
    Die Fläche, auf der die unterschiedlichen Antennen verteilt waren, hatte in etwa das Ausmaß von 2 Km X 2 Km und war nicht umfriedet, d. h. die Antennen standen im Feld und im Wald. Nur die Gebäude in der Mitte waren mit einem Sicherheitszaun versehen. Es sollen so ca. 60 bis 80 Antennenmasten auf der großen Fläche verteilt gewesen sein.
    Auf Bayern Viewer kann zurzeit auf der topographischen Karte 1 : 50000 bzw. 1 : 25000 noch ein Teil der vielen Masten gesehen werden (die aber nicht mehr vorhanden sind).


    Aufmerksam wurde der Kraftfahrer auf die große Antennenanlage nicht nur aus der Ferne (große Antennen und von der Autobahn A 8 sah man bei Dunkelheit sehr viele rote Lichter auf den vielen Antennenmasten - Flughinderniswarnung -) sondern auch im Ortsteil Überacker selber durch neu aufgestellte Verkehrszeichen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ (also auch für Radfahrer), die noch im Ortsteil an der Zufahrstraße zur Anlage standen. Von den Gebäuden war auf Grund der Lage aber nichts zu sehen.
    Heute sind hier schon lange alle diese Antennen und Masten abgebaut.
    Hier wurde empfangen, in Ismaning aufgearbeitet und von den Sendern Ismaning, Holzkirchen, Biblis und Lampertheim wieder ausgestrahlt.
    Ich habe bis heute leider keine Fotos von der großen Anlage bei Überacker im Netz gefunden. In der Station Ismaning sollen Fotos der Anlage Überacker an den Wänden gehangen haben.


    In der Nähe von Überacker (ca. 5 Km Luftlinie) war ja auch die Antennenanlage (einzelne Antennen) bei Kreuzholzhausen (Ortsteil der Gemeinde Bergkirchen im Landkreis Dachau). Ich meine es waren ca. 8 Stück. Auch diese einzelnen Antennen waren nicht umfriedet, sie standen auf Betonsockel im freien Feld. Nur die Station war mit Sicherheitszaun.
    Auch diese Antennen wurden nach dem Ende des Kalten Krieges demontiert. Es hat auch kaum einer gewusst, wer der Betreiber dieser Antennen war, viele der hier lebenden Bewohner dachten, die gehören zur Anlage nach Überacker.


    Nun aber zu Pöcking.
    Die Örtlichkeit war ungefähr hier:
    Die B 2 Starnberg in südlicher Richtung nach Weilheim. Es kommt rechts die Staatsstraße 2563, die nach Perchting und Söcking führt, aber auch zur Kaserne nach Pöcking-Maxhof.
    Aber weiter auf der B 2 Richtung Weilheim. Die B 2 verläuft jetzt etwas anders (ausgebaut). Damals konnte man rechts in eine kleine Straße abbiegen, die nach Maising führt (heute muss vorher die B 2 verlassen werden und durch 2 Unterführungen unter der B 2 erreicht man diese Straße wieder). Am Rand dieser Straße und auf dem Feld rechts der Straße waren die „Trichter“.
    Auf GE sieht man zwischen der B 2 und der Kaserne etwas, was wie eine verlassene Liegenschaft aussieht (1 rotes Dach ist zu sehen), ich kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, dass es genau hier war, ist ja auch schon 30 Jahre her.
    Nach den Karteneintragungen auf Bayern Viewer ist die Wiese/das Feld hier sehr wasserhaltig (Viele kleine Bäche durchlaufen die Wiese).


    So sahen in etwa die Antennen in Kreuzholzhausen aus:


    http://www.panoramio.com/photo/6331613


    Etwas zu Überacker bzw. Ismaning:


    http://www.biener-media.de/1197.html

  • Das hängt wohl mit http://www.heise.de/newsticker…itaergebiete-1435160.html zusammen
    Nicht nur Stockdorf, auch viele andere Liegenschaften sind auf Bing nun zensiert:
    - Hof: ZU-StelleBwTAufkl, Kaserne und beide Liegenschaften am Hang
    - Bramdstedtlund: Großpeilanlage "Kastagnette"
    - Augsburg: "Fernmeldestelle Süd der BW", dort ist nur das Op-Gebäude des BND verschleiert
    - Bad Aibling: Mangfall-Kaserne, gesamter Bereich
    - Schöningen: "Golfplatz", SAT-AUfklärung
    - Rheinhausen: Ionosphäreninstitut


    Allerdings scheint Bing diese Zensur selbst vorgenommen zu haben; und hat sich dafür größtenteils an Daten aus dem Open Street Maps-Projekt bedient. Auf http://osm.misterboo.de/military/ kann man sich ansehen welche Sondergebiete im Open Street Maps-Projekt vorhanden sind, und diese Objekte hat Bing alle verpixelt. Der ganze Fisch stinkt aber trotzdem, denn das BMVg sagt: wir wollten keine Zensur, Microsoft-Mitarbeiter haben aber gesagt: "Microsoft has received requests from the armed forces to blur areas in Germany (StGB 109g is one of the corresponding directives which has been used as reference)."
    Gut möglich das die Anforderung nicht von der Bundeswehr kam sondern ein gewisser Dienst da etwas voreilig gearbeitet hat...


    -d


    PS: Liebe Kollegen vom "Sozialwissenschaftlicher und politischer Studienkreis Köln", der MAD hatte schon bessere Tarnungen.


  • ich war vor kurzem in dem beschriebenen gebiet und bin viel gejoggt, auch an einem (so vermute ich mal) der besagten trichter vorbei, der direkt an einer hauptstraße auf einem acker verbaut ist... dabei handelt es sich aber nicht um eine art antenne sondern um eine einpeil vorrichtung für satelliten, die nutzen diese trichter um justiert zu werden, meist durch die bodenstation(en) in z.b. weilheim angestoßen.


    desweiteren ist mir aber die richtung der ehem. richtfunkverbindung von der bnd station in der nähe von starnberg aufgefallen; eine zeigt sehr genau nach pullach, macht ja auch sinn. die andere schüssel, etwas tiefer am masten zeigt aber meines erachtens nach pöcking bzw. in richtung kaserne (maxhof) nur gibt es da definitv außer einem schicken neuen handymasten keine funkantennen oder gar richtfunk... vielleicht kann dazu ja jemand noch etwas von vor 30 jahren zu beitragen?!? :-)


    greetings
    alpha

  • Hallo,
    so 30 Jahre und noch mehr zurück könnte die 2. Parabolantenne auch über Pöcking und Kaserne in Maxhof hinweg noch weiter ihren "Richtfunkstrahl" getragen haben. Wenn eine Karte aus dieser Gegend zur Hilfe genommen wird, kommt dieser "Strahl" in Tutzing an eine Stelle an, wo früher die Stellung "Alpina" war. Es muss also nicht unbedingt in Pöcking oder Maxhof etwas gewesen sein.