BND-Liegenschaften

  • Mein lieber Herr Boschu,
    interessant wären die Quellenangaben wer solche Behauptungen aufstellt.


    Ist eine erhöhte Wachsamkeit jetzt in Neubiberg und umliegenden Gemeinden gefordert? Schließlich zählt die Universität der Bundeswehr in Neubigerg über 3.000 studierende Soldaten. Sind das etwa alle gar keine Soldaten, sondern Geheimagenten die nur Uniform tragen? Viele von diesen "Studenten" wohnen ja nicht im Camp sondern in den umliegenden Gemeinden. Muss ich jetzt Angst haben, dass mein Nachbar, der ein Student in Neubiberg ist, vielleicht schon technische nachrichtendienstliche Mittel in meiner Wohnung verteilt hat und ich den Kammerjäger verständigen muss?


    Der Fernmeldeschule und Fachschule des Heeres für Elektrotechnik in Feldafing und Pöcking wurde ja auch so etwas schon vor Jahren angedichtet. Das hat ja B. Kerler schon revidiert.


    Manchmal habe ich schon den Eindruck, dass so manchem besagten Journalisten Spielmaterial verabreicht wurde.


    Es gab oder gibt vielleicht den einen oder anderen Bezugspunkt, so soll in den 70er/80er Jahren ein Antennenfeld der Bundesstelle für Fernmeldestatistik vor der Bundeswehr-Kaserne in Pöcking gestanden haben, aber daraus kann man doch nicht ableiten und behaupten die Fernmeldeschule und Fachschule des Heeres ist vom BND. Oder nur, weil vielleicht der eine oder andere junge Offizier von der Bundeswehruniversität später mal eine temporäre Sonderverwendung ausübt, kann man doch nicht behaupten die Bundeswehruniversität ist eine Ausbildungsstätte des BND.


    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm

  • Hallo Wilhelm.
    Zu Bundeswehr Uni in Neubiberberg.
    Diese Universität ist ziemlich gross und bietet bekanntlich viele verschiedene Studien an.
    Natürlich werden dort auch Studiengänge für zukünftige BND-Beamte/Soldaten angeboten.
    Sicherheitspolitik, Terrorismus etc. Dies sind aber meistens die ersten Schritte in die Welt der Geheimdienste.
    So arbeitet dort ein gewisser Prof. Dr. Günther Schmid,
    http://www.unibw.de/inf2/Personen/Professoren/schmidt
    Dieser Prof. Dr. Schmid, soll laut Medienberichten ehemaliger Chinaabteilungsleiter beim BND gewesen sein.
    http://www.hagalil.com/archiv/2005/bmfsfj/offener-brief.htm
    Anschliessend hatte oder hat er er laut Medienberichten/Internet an der Schule des BND auf dem Unicampus
    in Neubiberg einen Lehrstuhl inne haben.
    Den Feinschliff bekommen die Herren/Damen dann wohl in Pullach/ internen Schulungen. Oder anderen getarnten Dienstellen.
    Bundeswehrgelände wurde und wird vom BND gerne als Legendierung genutzt.
    Auch in Feldafing( inzwischen geschlossen) hatte der BND seine Finger im Spiel.
    Ueber Pöcking könnte man noch streiten:-)
    Bei gewissen Schulungen gibt sich der BND nicht mehr so verschlossen, alleine schon aus Kostengründen. Da die Bundeswehr nun mehr und mehr im Ausland aktiv ist laufen nun in den verschiedensten Bereichen sehr enge Kooperationen zwischen Bundeswehr und Geheimdiensten. Kurze Wege - Schnelle Entscheidungen.


    Wie gesagt, ich berufe mich auf Vermutungen und Presse und zum Teil eigene Erfahrungen.
    Festlegen will ich mich aber auf keinen Fall.
    Aber dafür gibt es ja Foren wie diese, die vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringen 8)
    Liebe Grüsse,
    Bob

  • Hallo,


    das ist ja schon etwas mehr Hintergrundinformation. Vorausgesetzt es entspricht den Tatsachen, was das Internet und die Presse veröffentlicht haben. Aber ich glaube, deswegen kann man doch nicht die BwUni als Schule des BND (SBND) bezeichnen und in dem curriculum vitae vom Prof. finde ich auch nichts Auffälliges.


    In bin von Natur aus in allen Bereichen sehr skeptisch und kann aus Erfahrung sagen, dass vieles sich später als nicht zutreffend erwies. Mir fällt spontan Erich Schmidt-Eenboom ein, hat er nicht in einer seiner Veröffentlichungen geschrieben: „Peiler I und V wurden nach 1992 aufgelöst“. Das war vor 15 Jahren, aber Peiler V steht heute noch und Peiler I bekam so um 1995 einen neuen Nutzer.
    Andere Anlagen, die nicht auf der „Streichliste“ standen, waren aber von Heute auf Morgen verschwunden.


    Zu Feldafing kann ich noch beitragen, dass vor einigen Jahren, als das Gerücht aufkam das hier der BND ist (wer war eigentlich die Quelle dieser Information?), ein ehem. Sicherheitsoffizier dieser Schule in einem Vieraugengespräch gesagt hat: „Wenn hier der BND ist, das wüsste ich aber“.
    Vielleicht hat der eine oder andere BND-Mitarbeiter hier einen Lehrgang absolviert, das macht auch die Bundeswehr, sie kommandiert ihre Soldaten auch manchmal zur Ausbildung in eine reine zivile Firma. Aber trotzdem spricht keiner davon, dass diese Firma eine militärische Dienststelle ist.


    Ein anderes Beispiel fällt mir ein, auf einem Fliegerhorst gab es zur Zeit des Kalten Krieges eine kleine Einheit, die getarnt als Logistik und Transporteinheit dem BND zugeordnet wurde. Die Einheit wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands sogar in einer Chronik des Fliegerhorstes mit der genauen Bezeichnung erwähnt (nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnte man in vielen Bereichen das Phänomen wahrnehmen, das plötzlich alles was einmal „Geheim“ war, veröffentlicht wurde). Nun konnte man spekulieren, ob diese Einheit ein Teil von Gladio war, oder ob diese Einheit in einem Verteidigungsfall den BND in sein Ausweichquartier bringen sollte. Eigentlich egal, ist ja schon lange her. Interessant ist aber, und jetzt komme ich wieder zur Gerüchteküche und was diese so alles anrichten kann, dass nach dem die Gebäude durch Auflösung dieser „Transporteinheit“ (der Kalte Krieg war vorbei) frei wurden, eine reine wissenschaftliche Bundeswehrdienststelle in diese Gebäude quartier nahm. Zu ihrem Unglück, so kann man schon fast schreiben, hatte diese Bundeswehrdienststelle auch keine normale Bezeichnung wie man es gewohnt war, wie z. B. 3. Kompanie des Bataillon 555, sondern irgendetwas mit „Studieneinrichtung“ und schon geisterte in den Köpfen der auf dem Fliegerhorst ansässigen Soldaten im Bezug auf die ehemaligen Nutzer der Gebäude und der etwas außergewöhnlichen Bezeichnung des neuen Nutzers der Gebäude: Das kann nur der BND sein. Und beobachtete die hier tätigen Soldaten aus den Augenwinkeln mit besonderem Argwohn. Dabei war es wirklich nur eine normale Bundeswehrdienststelle.


    Deswegen ist es auch mein Anliegen, nicht immer gleich alles „aufbauschen“ (siehe ja hier im Forum, da wurde der Bayerische Rundfunk in Hof zur BND-Außenstelle gemacht).


    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo,
    zur BW- Uni in München habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
    Ich sehe nicht die ganze BW-Uni als Geheimdiensschule. Auf dem Gelände wird es wohl
    die ein odere ander Oertlichkeit geben, welche der BND nutzt - mehr nicht.
    Mit der Verwechslung des Bayerischen Rundfunks in Hof gebe ich dir recht. Dort
    stehen aber auch jede Menge verschiedene Antennen: Rundfunk, BND, Bundeswehr.... ;)


    Deine Geschichte über den Fliegerhorst fand ich ziemlich interessant, besonders aus historischem
    Hintergrund!
    Um welchen Fliegerhorst handelt es sich dabei?


    Grüsse,
    Bob

  • Also,
    das hier kann man fast auch schon eine ehemalige BND-Liegenschaft nennen.
    Darauf aufmersam wurde ich durch einen Bericht im Berliner Tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/zei…itte-Seite;art705,2172248
    Sorry, aber die Jungs von der Zeitung machen es einem wirklich einfach.
    Eine späte Rache der Medien nach der Journalistenaffäre...? ::)
    Hier wohnt also der ehemalige, sagenumwobene 1. Direktor des BND Volker Foertsch:
    GE: 48° 4'57.65"N 11°28'43.43"E
    Hintergrund zu Foertsch:
    http://www.dradio.de/dlf/sendu…intergrundpolitik/445325/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Foertsch
    Er steht sogar im Telefonbuch... 8)

  • Hallo,


    die Frage nach dem Fliegerhorst war noch offen. Obwohl aufgelöst ist der ehem. Fliegerhorst noch „Militärischer Bereich“ da hier auch die BwUni Neubiberg ist.


    Der besagte Bereich der „Transport-/Logistikeinheit“ muss nach Augenzeugenberichten im Westen des Fliegerhorstes gewesen sein in der Nähe vom Westtor. Laut Augenzeugen waren die Gebäude auch noch einmal separat umfriedet. Es sind alte Gebäude, noch aus den Gründerjahren des Fliegerhorstes, also um 1940.


    Nach dem Ende des Kalten Krieges muss diese Einheit aufgelöst worden sein, der zusätzliche Zaun wurde jedenfalls entfernt und die Gebäude saniert.


    Die neue Einheit/Dienststelle der Bundeswehr, die hierher verlegt wurde, war ein Teil vom „AStudÜbBw“, dessen Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen war. Das AStudÜbBw wurde 2002 umbenannt und 2004 aufgelöst. Die Soldaten wurden zu anderen Einheiten und Dienststellen versetzt, überwiegend aber zu einer neu aufgestellten Dienststelle in das Bundesland Brandenburg.


    Die besagten Gebäude auf dem Fliegerhorst werden seitdem als Unterkünfte für studierende Soldaten genutzt, da der eigentliche Unterkunftsbereich im Osten des Campus überbelegt ist.


    Gruß
    Wilhelm

  • [quote author=Bob link=topic=21.msg265#msg265 date=1188124433]
    Hallo Leute,
    habt ihr schon mal was von einem "Amt für Lastenausgleich" gehört?!
    (http://www.stadt-koeln.de/aemter/55/index.html)
    Dies ist nun keine BND-Aussenstelle.
    Soll aber von den Pullachern gerne zur Legendierung seiner Mitarbeiter benutzt werden.
    So der Erfahrungsbericht eines "Vögelchens" 8)
    [/quote]


    ::)


    Das Voegelchen kann dir ja auch mal erklaeren warum es besonders sinnvoll ist eine Behoerde zur Legendierung zu benutzten die ingsgesamt kaum mehr als 200 Mitarbeiter hat (Zentrale in Bad Homburg mit 30-40 Mitarbeitern + oertliche Ausstenstellen) was nicht gerade dafuer sorgt das eine Legende schwer zu durchschauen ist. Zumal das BAA als innere Verwaltungsbehoerde kaum Aussenkontakt hat und schon garnicht in Bereichen verkehrt in denen interessante Informationen zu bekommen sind.

  • Das "Vögelchen" hatte aus beruflichen Gründen mal mit den Pullachern zu tun. Verdrehte bei der
    Geschichte auch die Augen. Die Jungs versuchten alles um ihre wahre Herkunft zu verschleiern.
    Sie behaupteten mit hochrotem Kopf, sie seien vom Amt für Lastenausgleich, die Betonung lag dabei
    auf Amt :D
    Ein Grinsen und Raunen ging durch den Raum.....

  • Ehemalige BND-Aussenstelle in Bonn.
    In der Baunscheidtstrasse befand sich bis vor einigen Jahren ein Büro des BND
    50°42'42.17"N 7° 7'20.68"E
    (keine genaue Angabe, da das Gebäude wohl nicht mehr steht)
    Das geheime Büro der Schlapphüte lag im 1. Stock einer Reifenfirma zwischen Baunscheidtstraße
    und Adenauerallee, der Besucher aus Pullach verlief sich regelmäßig, landete in den Pressestellen
    der benachbarten Bundesparteien und wurde von den Pressereferenten liebevoll auf den rechten
    Weg geleitet. Diese wussten Bescheid, weil der kürzeste Weg zur Bundespressekonferenz im Tulpenfeld
    über diesen Hinterhof führte.

    Quelle:
    http://66.102.9.104/search?q=cache:2gPIJhHvhqkJ:www.wdr.de/radio/wdr4/wort/auf_ein_wort/2004_0323.phtml+BND+Baunscheidtstraße&hl=de&ct=clnk&cd=1&client=safari
    Eine weitere Quelle:
    http://www.berlinonline.de/ber…/reporter/0001/index.html
    Uebrigens, wenn man von der GE-Koordinate nach rechts scrollt, sieht man ein Gebäude (rot) mit Zaun und
    Kameras. Dort betreibt und überwacht die Postbank Data GmbH, eine Tochtercompany der Postbank, die gesamte informationstechnische Infrastruktur für die Postbank.

  • 2 vermutliche BND-Büros in Hamburg!
    BND-Verbindungstelle Hamburg in der Magdalenenstr.
    53°34'2.74"N 9°59'53.55"E
    Quelle:
    1. Norbert Juretzko, Im Visier.
    2. http://www.geheim-magazin.de/ (Stand 1991)


    BND-Aussenstelle in der Willistr.
    53°35'10.82"N 9°59'57.85"E
    Quelle:
    http://www.geheim-magazin.de/ (Stand 1991)


    Ob es die beiden Büros noch gibt ist unklar!

  • die Recherche bezgl der Schubertstrasse und der Eintrag bei wikipedia stammt von mir. Die Schubertstrasse ist nicht mehr aktuell. Das QB30 (QC30) ist jetzt als Untermieter vom MAD untergebracht in der Dachauerstr.128 in München, siehe aktueller wikipedia eintrag


    tombobo

  • Es muss sich hier wohl um das Eckhaus Schubertstraße/Bavariaring handeln.
    Dieses Haus steht schon seit längerer Zeit leer. Im letzten Jahr war schon eine große Infotafel an der Hauswand (zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude auch schon unbenutzt), dass hier exklusive Büroräume entstehen.
    Seit Anfang dieses Jahres wird hier kräftig gebaut. Es sind quasi nur noch die Grundmauern vorhanden, im Inneren wird alles neu gestaltet. Am Hauseingang war früher das Schild einer Versicherungsgesellschaft angebracht.
    Also hier ist bestimmt keine Außenstelle mehr, wenn hier überhaupt eine war.