Störungsfreie Verbindung gesucht: PC -> SDR -> Antenne

      Störungsfreie Verbindung gesucht: PC -> SDR -> Antenne

      Guten Tag!
      Zur Zeit spiele ich noch mit dem RTL-SDR an einer Zimmerantenne rum,
      was mit natürlich einen hohen Störteppich einbringt.

      Das Zimmer ist unter dem Dach, daher würden minimum 5m Kabel ausreichen,
      um auf den Dachboden oder das Dach zu kommen. Ich glaube, Verluste im
      Antennenkabel kann man bei max. 10 m auch bei VHF/UHF vernachlässigen?

      Ich habe schon viel gelesen, aber je mehr man liest, umso mehr unterschiedliche Meinungen...
      Deshalb wollte ich mal wissen, wie so Eure Erfahrungen sind,
      um gute Empfangsergebnisse zu bekommen und welche Optionen ihr empfehlt.
      Mein Interesse liegt hauptsächlich im VHF/UHF-Bereich.

      1. Aufbau
      1.1. Fünf Meter USB-Kabel mit Verstärker auf den Dachboden -> SDR-Stick -> Antenne
      + SDR-Stick ist entfernt vom Störnebel
      + Über einen USB-Hub könnten mehrere SDR-Stick angeschlossen werden
      + Es muss nur ein Kabel verlegt werden

      - Quellen behaupten, langes USB-Kabel würde die Störstrahlung vom Computer noch verstärken,
      weil es als Antenne wirkt.
      - Ich habe gelesen, es wären Manipulationen am USB-Kabel erforderlich.
      Irgendwas mit Entkoppelungskondensatoren einlöten usw. Das wäre mir zu umständlich

      1.2. SDR-Stick direkt am Computer, weiter mit Antennenkabel
      - für jede Antenne müsste ein neues Kabel verlegt werden

      1.3. Raspberry Pi nahe an die Antennen und mit Netzwerkkabel an Computer anbinden.
      Ich habe keine Erfahrung mit dem Raspi, würde mich aber darin einarbeiten,
      jedoch sehe ich noch nicht ganz die Vorteile. Ich bin nicht interessiert,
      das SDR im Web verfügbar zu machen. Es geht mir nur um die Anbindung an 1 Rechner
      und die Möglichkeit, später mehrere SDR-Sticks / Antennen daran zu betreiben.
      - Raspi stört auch den Empfang

      2. Mantelwellenfilter/-sperre
      Gemeint ist ein Ringkern, der mit Kabel bewickelt wird.

      2.1. Wo wird der Ringkern angebracht?
      Nahe am Computer, würde mir logisch erscheinen, weil die Wellen, die vom Computer ausgehen geblockt werden.
      Oder doch an der Antenne?

      2.2. Aus welchem Material sollte der Ringkern sein?
      Fa. Amidon bietet Ringkerne in 20(!) verschiedenen Materialien an.
      Dazu gibt es Frequenzangaben, die sich mir nicht ganz erschließen.
      Um mit Koaxialkabel oder USB-Kabel zu bewickeln, müßte der Ringkern
      vermutlich bis zu 5 cm groß sein. Die gibt es bei Reichelt nur mit 30 und 50 MHz.
      Frequenzen, die ich bevorzugt empfangen möchte, sind aber über 100 MHz.

      Vielen Dank.

      AW: Störungsfreie Verbindung gesucht: PC -> SDR -> Antenne

      Moin Moin.
      Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich Dir den "klassischen" Aufbau empfehlen. Eine Antenne AUF dem Dach, möglichst an einem geerdeten Antennenmast, ggf. eine Diskone an einem Ausleger. Von dort mit einem guten (z. B. H155) Antennenkabel direkt in Dein Shack. Bei 10m würde ich ein zusätzliches Antennenkabel zum Dachboden gleich mit durchziehen, an dem Du später bei Bedarf Spezialantennen anschließen kannst.

      Für den SDR würde ich ein gerade ausreichend langes fertiges USB3 Verlängerungskabel mit fertig montierten Ferriten empfehlen. Ein Massekabel zwischen dem PC-Gehäuse und der Heizung bzw. Potentialausgleichsschiene hilft auch oft, ebenso wie eine sorgfältige HF-Abdichtung des PCs selbst.

      Auf den Vorverstärker würde ich zunächst komplett verzichten. Breitbandige Verstärker schaden oft mehr als dass sie nutzen. Wenn ein Vorverstärker, dann ausschließlich ein schmalbandiger Selektiver.

      Mit dieser Ausrüstung solltest Du von VLF bis 2 GHz so ziemlich alles empfangen können und wenn Du etwas spezielles empfangen möchtest, hast Du ja noch das zweite Kabel, an dem Du dann Spezialantenne, Filter und Vorverstärker montieren kannst.

      Ich habe hier einen ähnlichen Aufbau und habe damit von SAQ bis GPS so ziemlich alles empfangen.

      Viele Grüße aus Vellmar, Jörg.